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Schermbeck
Grünes Licht fürs Abrahamhaus

Schermbeck. Rund eine Million Euro sollen aus einem Fördertopf des Landes in das Projekt fließen.

"Die Ampel steht auf Grün" - diese positive Nachricht zum geplanten Abrahamhaus hat der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung gehört. Wie berichtet, soll auf dem Gelände des SV Schermbeck für rund 1,2 Millionen Euro ein Gebäude entstehen, das auch der Integration von Flüchtlingen dienen soll.

Es seien einige formale Dinge geklärt worden, erklärt Johannes Brilo, geschäftsführender Vorstand des SVS. Dazu gehörte eine Frage des Grundstücks. Ein Teil des benötigten Bereichs gehört der Gemeinde, ein anderer der Kirche. Um die geforderte 25-jährige rechtliche Bestandssicherheit zu gewährleisten, seien die Pachtverträge mit dem Verein angepasst worden, so Brilo weiter. Rund eine Million Euro sollen aus einem Fördertopf des Landes in das Projekt fließen, der Rest durch Sponsoren und Eigenleistung aufgebracht werden.

Der SVS hat der Gemeinde vor kurzem signalisiert, dass er das Vorhaben selbst stemmen will. Für die Gemeinde entstehe insoweit kein Aufwand, so Herbert Tekaat als allgemeiner Vertreter der Verwaltung. Eine in den Haushalt vorsorglich eingestellte Summe wird daher nicht benötigt. Der Verein werde auch die Verwaltungs-Leistung für die Umsetzung des Projekts übernehmen, ergänzt Brilo. Bei der nächsten Generalversammlung des SVS werde das Abrahamhaus und dessen konzeptionelle Umsetzung Thema sein.

Der Vorsitzende verweist darauf, dass der Verein beim Thema Flüchtlinge bereits jetzt stark engagiert ist. Zwischen 20 und 25 Flüchtlinge machen bei den Erwachsenen Sport, hinzu kommen viele Jugendliche mit deren Familien. Diese Gruppe wolle der Verein durch das Haus und ehrenamtlichen Einsatz besser einbinden. "Integration durch Ehrenamt", das sei die Idee des Projekts. Dabei gehe es darum, erläutert Brilo weiter, für diese Personen, aber auch für Joblose über die Arbeitsagentur ein Netzwerk zu schaffen. Auch für Arbeitslose habe der Verein bereits einiges getan, zumal er von deren Arbeitsleistung auch profitiere.

Im nächsten Schritt geht es um die detaillierte Planung des Gebäudes. Die würde Brilo als Architekt selbst übernehmen und sein Honorar spenden. Aber er könne sich als geschäftsführender Vorstand nicht selbst einen Auftrag geben, erklärt er. Zusammen mit der Verwaltung soll nach einer Lösung gesucht werden. Der SVS wolle "im Interesse der Gemeinde agieren", stellt der Vorsitzende klar. Sobald Planung, Bauantrag und die Ausschreibung der Leistungen erledigt sind, hofft der Verein, dass es im März oder April den offiziellen ersten Spatenstich für das Abrahamhaus geben kann.

(rtl)
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