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Schermbeck
Grundschüler werden zu Artisten

Schermbeck. Seit Montag proben die Schüler für Aufführungen am Freitag und Samstag. Es gibt noch Karten. Von Helmut Scheffler

"Manege frei" heißt es seit Anfang der Woche an der Maximilian-Kolbe-Schule in Schermbeck. Seit diesem Tag trainieren Mitarbeiter des "Circus Lollipop" mit den 250 Jungen und Mädchen aus zehn Klassen. Geprobt wird in den Klassen, im Zirkuszelt und in der Zweifachturnhalle. Denn: Das Ziel sind drei Aufführungen. Die erste Aufführung findet morgen ab 18 Uhr im Zirkuszelt auf dem Fußballfeld statt. Für die Aufführungen am Samstag um 10 Uhr und um 14 Uhr sind noch Eintrittskarten zum Preis vom sechs Euro für Erwachsene erhältlich. Kinder und Jugendliche zahlen drei Euro.

Jeder Schüler wirkt in einer Zirkusgruppe mit. Die Kinder durften nach dem Auftritt der Zirkusleute am Montag entscheiden, ob sie als Clowns Witze erzählen oder als Jongleure den Umgang mit Bällen, Ringen und Tüchern unter Beweis stellen möchten. Manche Kinder entschieden sich für die Rolle eines Zauberers, der mühelos Tücher verknoten und wieder lösen oder einen Schüler in der Luft schweben lassen kann. Bei den Akrobaten in der Turnhalle wurden Menschen-Pyramiden gebaut. Richtig gefährlich sah es bei den Trampolinspringern aus, als sie über einen brennenden Stab sprangen. Andere schwangen mutig am Trapez durch die Manege oder beeindruckten schon bei den Proben als Feuerspucker oder als Fakire, indem sie sich mit nacktem Rücken auf ein Nagelbrett legten.

Die Kinder, die nicht gerade für ihren Auftritt probten, blieben mit ihren Lehrern in der Klasse, um Themen zu behandeln, die sich mit dem Zirkusleben befassen. Mit ihrer Klassenlehrerin Claudia Weber lösten beispielsweise die Kinder der Klasse 3 b Rechenaufgaben, die im Zirkusalltag vorkommen können. Die Kinder schrieben kleine Geschichten. Die achtjährige Ida Barzen erzählte von einer Giraffe, die unter argen Zahnschmerzen litt. Zwei Klassen weiter tauchte das Zirkusleben auch in Spielen und Rätseln auf. Auf zwei beinahe identischen Bildern mussten zehn Unterschiede entdeckt und markiert werden. Alle dritten Klassen beteiligten sich an der Aktion "Zirkus im Schuhkarton". Annika Teske ließ in ihrem Schuhkarton eine Seiltänzerin auftreten.

Auch die Eltern bringen sich in die Realisierung des Zirkus-Projektes ein. Der von Hildegard Franke geleitete Förderverein der Schule hat durch eine finanzielle Vorleistung die Zirkusvorstellung überhaupt erst ermöglicht. Am Sonntag halfen 40 Elternteile beim Abladen des Equipments und beim Aufbauen des Zirkuszeltes. In den Pausen während der etwa zweieinhalbstündigen Aufführungen wird der Förderverein einen Teil des Caterings übernehmen.

Quelle: RP
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