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Wesel
Grundschule Bislich: Zuversicht ist groß

Wesel. Schulleitung und Förderverein verbreiten Optimismus, sehen in den kommenden Jahren den Standort als gesichert an. Von Michael Elsing

Hans-Jürgen Schröder war schon ein wenig erstaunt, als er am Donnerstag in der Rheinischen Post las, dass die Grundschule in Bislich um ihre Zukunft bangen müsse. Der stellvertretende Schulleiter kann die Sorge, die im Fachausschuss von Wolf Krämer-Mandeau von der Bonner Projektgruppe biregio, die im Auftrag der Stadt den Schulentwicklungsplan fortschreibt, geäußert wurde, nicht unbedingt teilen.

"Es ist zwar richtig, dass der Jahrgang, der im nächsten Jahr eingeschult wird, nicht ganz so üppig besetzt ist. Aber wir sind da auf einem guten Weg und sehr zuversichtlich, dass ausreichend Kinder angemeldet werden", sagte Schröder. Auch von einer Dependance-Lösung (Flüren), wie Krämer-Mandeau sie vorschlug, sieht Schröder die Bislicher Schule noch ein wenig entfernt. "Das könnte mittelfristig vielleicht ein Thema werden. Aber in den nächsten drei bis vier Jahren ist damit nicht zu rechnen", mutmaßte der Lehrer und spielte dabei auf die potenziellen Anmeldungen für die Jahre 2017 und 2018 an.

Erst in der vergangenen Woche hatte die Bislicher Grundschule jene Eltern, deren Kinder im nächsten Jahr eingeschult werden, zu einer Vorstellung und Führung durch die komplette Schule eingeladen. Etliche interessierte Eltern, auch aus den Nachbarorten, waren der Einladung gefolgt. Denn längst ist bekannt, dass die Bislicher Schule mit einer hohen Qualität auf vielen Gebieten aufwarten kann. "Der Standort, unsere Möglichkeiten und nicht zuletzt die schulischen Leistungen der Kinder sind exzellent", so Schröder.

Und in der Tat: die in einer Sackgasse und mitten in der Natur gelegene Schule könnte kaum mehr Idylle verströmen. Die Klassenräume verfügen über einen separaten Gruppenraum. Es gibt darüber hinaus einen Computerraum, eine eigene, gut bestückte Bücherei sowie einen weiteren Raum, der mit einer kompletten Küche ausgestattet ist. Der Schulhof ist großzügig, beinhaltet einen Spielplatz mit Klettergerüst genauso wie ein Kunstrasen-Fußballfeld. Zur Turnhalle sind es nur ein paar Schritte und das Hallenbad ist direkt an die Schule angegliedert.

Andreas Siegmund, Vorsitzender des Fördervereins, verweist zudem auf die vorbildliche Übermittags-Betreuung, die entweder bis 14 oder bis 16 Uhr genutzt werden kann. Der besondere Service: ein Shuttlebus, der die nicht ortsansässigen Kinder morgens zur Schule und nachmittags wieder nach Hause fährt. Gemeinsam mit dem Bislicher Heimat- und Bürgerverein hatte der Förderverein den Bus vor vier Jahren angeschafft. Seitdem fahren Ruheständler aus dem Deichdorf ehrenamtlich die Schüler aus den umliegenden Orten zu vier unterschiedlichen Zeiten zur Schule und wieder zurück. "Es ist schon wirklich Klasse, was hier für die Schule bewegt wird", sagt Hans-Jürgen Schröder. Und er ist sicher, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird.

Quelle: RP
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