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Hamminkeln
Grundschule Mehrhoog: Rat verfolgt Neubau-Variante

Hamminkeln. Mit zwei Projekten hat sich gestern der Rat Hamminkeln beschäftigt. Nach der Unterschrift der beiden Investoren Heinz Schneiders und Stefan Schleiting unter den Durchführungsvertrag war die Zustimmung im Rat über die Bebauung Raiffeisenstraße nur Formsache. Das Ende der innerstädtischen Brache und die Neubebauung mit zwei Geschäfts- und Wohnhäusern markiert das Ende einer scheinbar unendlichen Geschichte. Dass nun früh im Jahr 2018 die ersten Bagger rollen werden, wurde von allen Fraktionen positiv gesehen.

Sie würdigten durchgängig die Arbeit der Verwaltung, die trotz schwieriger Ausgangslage nicht lockergelassen hatte und den unterschiedlichen Interessen mit einer Kompromisslösung begegnet war. Anneliese Große-Holtfroth (CDU) zeigte sich sehr zufrieden, dass die Strategie von CDU und Grünen zur Einzelhandelsstärkung im Ortskern aufgegangen sei. Das sorgte für einen kleinen Disput, denn alle fühlen sich als Väter und Mütter der Bebauungslösung. Die Investoren haben vertraglich nun zwei Jahre Zeit, das Projekt zu realisieren.

Vorhaben Nummer zwei: Nach der Bürgerinformation diese Woche und dort den vielfachen Stimmen, die Grundschule Mehrhoog mit einem Neubau in die Zukunft gehen zu lassen, ging es gestern um die Frage, ob die Standorte Halderner Straße oder Bonhoefferstraße den politischen Zuschlag erhalten würden. Eine Ganz- oder Teilsanierung des ehrwürdigen Schulgebäudes am Vorthuyser Weg war vom Gutachter zwar als machbar, aber auch als finanziell und räumlich schwierig eingestuft worden. Schulleiterin Julia Sartingen hatte sich auch für den Standort Halderner Straße ausgesprochen. So wird es kommen. Die Verwaltung bekam gestern einstimmig den politischen Auftrag, an der Halderner Straße - quasi gegenüber dem evangelischen Glockenturm - weiterzuplanen. Der Nachteil: Hier wird bei weitem der größte Eingriff in den Baumstand nötig. Finanziell ist das Vorhaben ambitioniert: 6,5 Millionen Euro muss Kämmerer Robert Graaf herbeischaffen. Ökologisch sei die Halderner Straße "nicht einfach für uns", sagte Johannes Flaswinkel (Grüne). Er schlug als Ausgleichsmaßnahme eine Streuobstwiese oder großkronige Bäume vor - und zwar am Ort und nicht irgendwo im Dorfgebiet. Dieter Wigger (CDU) lobte die wirtschaftliche Lösung, Silke Westerhoff (FDP), Helmut Wisniewski (USD) und Jörg Adams unterstrichen, dass die Neubauplanung pädagogisch und räumlich die beste Entscheidung sei.

(thh)
 
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