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Norbert Ness
"Gutes Omen für die Frauen in der CDU"

Norbert Ness: "Gutes Omen für die Frauen in der CDU"
FOTO: Malz, Ekkehart (ema)
Hamminkeln. Der erkrankte Parteivorsitzende wird bei der Vorstandswahl von seiner Frau vertreten und heimst fast 100 Prozent ein.

Hamminkeln Zugegeben, eine Überraschung war die Wiederwahl von Norbert Neß zum Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes Hamminkeln am Donnerstagabend in Brünen nicht. Aber er selbst war gar nicht da. RP-Redakteur Fritz Schubert telefonierte gestern mit Parteichef Neß, der wegen einer Sommergrippe unverhofft von seinem Arzt aus dem Verkehr gezogen worden war.

Wie geht es Ihnen heute?

Norbert Ness Schon besser. Den richtigen Tiefpunkt hatte ich am Montag. Aber die Versammlung hat ja auch ohne mich geklappt. 2011 hatte ich 92 Prozent bekommen, 2013 waren es 95 und jetzt mit 54 von 55 Stimmen bei einer Enthaltung fast 100 Prozent. Vielleicht schicke ich nächstes Mal wieder meine Frau und bekomme dann 110. (lacht) Sie hat mich vertreten und vor der Wahl kurz vorgestellt: "Sie kennen ihn, er möchte so weitermachen wie bisher." Es gab dann wohl "Sandra, Sandra"-Rufe und Aufforderungen, gleich selbst zu kandidieren. Es gibt aber keine Revolution im Hause Neß. (lacht wieder) Ernsthaft: Ich nehme das Ergebnis als gutes Omen für die Frauen in der CDU.

Weil ...

Ness Vier Wochen vor der Bürgermeisterwahl denke ich da natürlich an unsere Kandidatin Roswitha Bannert-Schlabes. Sie hat sich im Grußwort an die Partei übrigens zum Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Führungskräften geäußert und gesagt: "Die Henne weiß, wie der Hahn, dass morgens die Sonne aufgeht. Aber sie kräht nicht!"

Das heißt, dass Ihre Kandidatin nicht auf laute Sprüche setzt. Wie will sie die Hamminkelner Wähler von sich überzeugen?

Ness Mit Kompetenz. Mit den richtigen Themen. Mit vielen Gesprächen, Terminen, Begegnungen und Hausbesuchen. Die Menschen erkennen doch sehr gut, dass wir weder die schwierige Haushaltssituation noch Herausforderungen wie den Flüchtlingsstrom nur mit markiger Sprücheklopferei bewältigen können. Im Gegenteil: Hier bedarf es kluger Kommunikation und Moderation. In der Politik gilt es immer, viele Interessen und deren Vertreter unter einen Hut zu bringen, um dann die besten Entscheidungen für unsere Stadt zu treffen. Das kann unserer Bürgermeisterkandidatin Roswitha Bannert-Schlabes sehr gut.

Quelle: RP
 
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