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Wesel
Händler hoffen auf Endspurt der Kunden

Wesel: Händler hoffen auf Endspurt der Kunden
Schon mittags war die Weseler Fußgängerzone am Samstag gut gefüllt. Der Ansturm der Kunden soll, so der Wunsch der Händler, in den nächsten Tagen noch weiter zunehmen. FOTO: Klaus Nikolei
Wesel. Noch sechs Tage haben die Weseler Zeit, in der Stadt Geschenke einzukaufen. Die Händler schieben die bis dato eher verhaltene Resonanz auf die Wetterkapriolen. Am Samstag hat das Weihnachtsgeschäft erst so richtig begonnen. Von Michael Elsing

Das Weihnachtsgeschäft, da sind sich die Weseler Einzelhändler einig, hat am vergangenen Samstag erst so richtig begonnen. Und in den letzten sechs Tagen vor Heiligabend, da sind sie ebenfalls weitestgehend einer Meinung, wird es noch mal richtig rund gehen. Falk Blättgen, Geschäftsführer beim Elektrohändler Saturn, hat beispielsweise kaum Zeit, um der RP kurz Rede und Antwort zu stehen, wie die ersten Wochen vor dem Fest verlaufen sind. "Es brummt gerade bei uns. Und das ist auch gut so, denn bisher sind wir nicht so zufrieden. Aber in der letzten Woche erwarten wir noch mal einen richtigen Ansturm", sagt Blättgen und gibt auch noch einen Einblick, was in diesem Jahr besonders angesagt ist: "Handys, Tablets, Sprachsteuerungs-Geräte und dazu Spiele für die Playstation."

Auch Markus Münnich, Inhaber der Wohntrend-Filiale in der Fußgängerzone, konnte sich am Samstag über mangelnden Betrieb in seinem Geschäft nicht beklagen. "Das haben wir aber auch genauso erwartet", berichtet er. Münnich macht aber auch keinen Hehl daraus, dass die ersten Wochen und speziell der Samstag vor dem zweiten Advent, als der Winter sich extrem zu Wort gemeldet hatte, eine "Katastrophe" waren. "Leider wurde der Schnee in der Fußgängerzone auch nicht geräumt. Da bleiben die Kunden natürlich weg", so Münnich. Hinzu komme die Konkurrenz durch den Online-Handel. "Da sind die Leute schon sehr verwöhnt. Wenn wir die große Vielfalt nicht ganz erfüllen können, bekommen wir häufig zu hören, dass man es sich dann eben im Internet besorge", sagt er.

Auch Dorothee Cramer, Inhaberin von Spielwaren Franck an der Hohen Straße, ist sich der Konkurrenz durch das Internet bewusst. "Aber das ist ja kein neues Phänomen. Die Welt dreht sich eben weiter und deshalb müssen wir damit klarkommen", sagt sie. Auch sie erwartet in dieser Woche noch einmal einen ordentlichen Ansturm. Deshalb will sie aktuell auch noch kein Fazit ziehen. "Die letzte Woche ist immer entscheidend. Gerade der 23. Dezember wird noch einmal ein ganz starker Tag, da gehen wir fest von aus", vermutet Cramer. Die Highlights bei Franck in diesem Jahr: die neue Kugelbahn von Ravensburger sowie einige Klassiker wie Puppen oder Kleinlederwaren. Das Winterwetter vor dem zweiten Adventssonntag war zwar auch für sie alles andere als vorteilhaft. Aber: "Die nicht geräumte Fußgängerzone hat uns sicherlich keine Kunden zusätzlich gekostet", ist sie überzeugt.

Wolfdietrich Degler, Inhaber des Wein- und Feinkostgeschäftes Barrique an der Hohen Straße und gleichzeitig Vorsitzender der Weseler Werbegemeinschaft, hat am Samstag zufrieden zur Kenntnis genommen, dass "alle ein Lächeln im Gesicht haben". Der Grund hierfür liegt auf der Hand: "Die Stadt war richtig gut gefüllt." Dass bis dato die Resonanz noch nicht so überwältigend war, hat für ihn nicht ausschließlich etwas mit dem Wetter zu tun. "Es ist doch jedes Jahr so. Je näher das Weihnachtsfest rückt, umso größer wird der Andrang", meint Degler.

Schließlich setzt auch Annette Kraska, die die Kaufhof-Filiale in Wesel leitet, ganz auf die letzte Woche vor dem Fest. "Das merkte man ja schon am Samstag. Die Stadt ist sensationell gut besucht", sagt Kraska, die wegen der großen Resonanz die Uhren- und Schmuck-Abteilung des Hauses tatkräftig unterstützt hat. "Und jetzt kommen eben noch die Männer, bei denen, das ist statistisch erwiesen, knapp 30 Prozent auf den letzten Drücker ihre Weihnachtsgeschenke kaufen. Vor allem der 23. Dezember ist ein klassischer Männer-Tag", sagt sie.

Quelle: RP
 
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