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Wesel
Hahn sitzt wieder auf dem Turm der Lauerhaaskirche

Wesel. Repariertes Sturmopfer mit Kran installiert.

Im Mai hatte ein Sturm ihn in die Tiefe gerissen. Jetzt sitzt er wieder fest an seinem Platz: der Hahn auf dem Turm der Hauerhaaskirche. Dies teilte Pfarrer Albrecht Holthuis gestern mit großer Freude mit. Ist das metallene Federvieh doch ein Stück, das seit ihrem Bau 1931 zu der Kirche gehört.

Wie berichtet, hatte der Sturm den Hahn damals direkt vor den Füßen des Jugendleiters Dieter Skusa fallen lassen. Das hätte auch übel ausgehen können, aber Skusa hatte Glück. "Eine kleine Delle auf dem Vordach zeugt noch von der Wucht des Aufpralls", sagte Holthuis und berichtete vom damaligen Zustand. Der Hahn habe ziemlich lädiert ausgesehen. Doch die beiden Metallgestalter Bernd Buschmann und Fabian Vollbrecht haben ihn repariert. Am Donnerstag hat das Team aus der Lackhausener Schmiede Buschmann den Hahn dann auch in 35 Meter Höhe wieder installiert. Nötig war dazu die Hilfe eines großen Krans mit einem Personenkorb. Laut Holthuis war Buschmann anfangs noch ein wenig skeptisch, ob der Haken, an dem der Korb hochgezogen werden sollte, denn auch halten werde. Der Kranführer habe die Zweifel jedoch wegwischen können. Da auf der Turmspitze noch eine komplizierte Anpassung am Mast vorzunehmen war, dauerte die Aktion gut eineinhalb Stunden. Dann war das Werk geschafft und alle waren glücklich.

"Gott sei Dank - der Hahn lebt wieder und tut seinen Dienst auf dem Kirchturm", sagte Albrecht Holthuis. Kein Wetterhahn sei er, sondern "nach alter Tradition eine Symbolfigur, die uns Christen ermahnen soll, den Herrn nicht zu verleugnen, wie einst Petrus". Der Jünger hatte seinen Herrn dreimal verleugnet, bis der Hahn krähte, wie Jesus es vorhergesagt hatte.

Die Akteure vom Donnerstag stießen darauf an, dass der Hahn wieder ganz lange oben bleibt.

(fws)
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