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Schermbeck
Heimattag im Zeichen des Bieres

Schermbeck: Heimattag im Zeichen des Bieres
FOTO: Scheffler
Schermbeck. Auf dem Kamphaus-Hof in Gahlen fand am Montag der vierte Lippebräutag statt. Von Helmut Scheffler

Auf dem Kamphaus-Hof in Gahlen war am Montag ungewöhnlich viel Betrieb. Viele Radler aus dem Schermbecker Umland waren der Einladung des Gahlener Heimatvereins gefolgt, der zum mittlerweile vierten Lippebräutag auf das Gehöft der Familie Ruloff eingeladen hatte, um zu zeigen, wie aus Hopfen, Malz und Wasser das Lieblingsgetränk der Deutschen entsteht.

In der ehemaligen Wurstküche des Hofes konnten die Besucher der Braugruppe dabei zuschauen, wie aus den Grundzutaten durch geschicktes Vermengen, Maischen, Läutern und der Hinzugabe von Hopfen Bier entsteht. Die Mitglieder der Braugruppe weihten ihre Gäste in die Feinheiten und kleinen Geheimnisse der Bierproduktion ein.

Sechs- bis siebenmal trifft sich die Hobby-Braugruppe jährlich, um pro Braugang etwa 200 Liter als Nachschub für durstige Kehlen herzustellen. Die Gruppe besitzt seit dem vergangenen Jahr vier große Kessel. Probieren konnten die Besucher das frisch gebraute Lippebräu allerdings noch nicht. Bis das am Montag begonnene Brauverfahren abgeschlossen und der Nachschub für die Verkostung bereit ist, vergehen noch einige Wochen.

Doch auch abseits der Bierproduktion gab es einiges zu sehen: Im Innenhof des Anwesens versorgten die "Küchenfeen" des Heimatvereins ihre Gäste zum Beispiel mit frischen Brezeln, Leberkäse und Waffeln. Und im Hofgebäude konnte man erstmals der neuen Back-AG des Vereins bei der Arbeit zuschauen. Die Besucher erlebten unter anderem die Herstellung von frischen Roggen- und Dinkelbrot. Mit dem Auftritt der Back-AG ging ein lange währender Wunsch Frank Mahnkes in Erfüllung. Um dem gelernten Bäcker und Konditor Hans-Werner Blazejewicz und dem Ehepaar Elke und Günter Volkmann die Gelegenheit zu bieten, regelmäßig bei den Festen des Heimatvereins Brot zu backen, sponserten Mahnke und seine Ehefrau Silke, die in Oer-Erkenschwick eine Gewürzmühle betreiben, den Kauf eines Elektrobackofens mit Natursteinschamott. Auch die "Gahlener Naschkatzen" waren erstmals beim Lippebräutag im Einsatz. Sie verwöhnten ihre Gäste passend zum Anlass mit süßem Bier- Mandel- und Maracuja-Likör.

Für die musikalische Untermalung des Festes sorgten mit mehreren Auftritten die Gahlener Jagdhornbläser. Die von Alexander Höfer geleitete Gruppe, die beim Landesbläserwettbewerb in diesem Jahr die goldene Hornfesselspange gewann, erfreute die Zuhörer unter anderem mit dem Lönsbergruf, dem Hessischen Jägermarsch, mit Fanfaren und mit den Jagdsignalen "Zum Essen" und "Zum Trinken". Das klassische Repertoire erweiterten die Bläser diesmal um einen Ländler und um das Jux-Lied "Sabinchen war ein Frauenzimmer".

Auch an die Kinder hatten die Organisatoren gedacht. Auf einer Hüpfburg, die das DRK Wesel aufgestellt hatte, konnte der dörfliche Nachwuchs herumtoben.

Quelle: RP
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