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Schermbeck
Heiraten boomt am Voshövel

Schermbeck: Heiraten boomt am Voshövel
Hotel-Juniorchefin Katharina Klump (r.) freut sich, dass es inzwischen elf Standesbeamtinnen gibt, die Trauungen im "Confideum" vornehmen. FOTO: Scheffler
Schermbeck. In Schermbeck gibt es elf Standesbeamtinnen, die im Confideum in Weselerwald pro Jahr mehr als 200 Paare trauen. Einmal wurde sogar eine Braut mit dem Helikopter eingeflogen. Von Helmut Scheffler

Eine Hochzeit gehört oft zu den Höhepunkten im Leben zweier Menschen. Ein solches Highlight soll deshalb auch an einem Ort mit einem besonders festlichen Flair gefeiert werden.

Für die standesamtliche Trauung in Schermbeck hat sich neben dem Trauraum im Rathaus-Altgebäude und der ehemaligen reformierten Kirche nahe der Burg das Confideum auf dem Gelände des Landhotels Voshövel in Weselerwald zu einem n Magneten für heiratswillige Paare entwickelt.

Als das Confideum 2008 erstmals offiziell für standesamtliche Trauungen genutzt werden konnte, hatten sich Werner und Carmen Klump als Eigentümer der kleinen, lichtdurchfluteten Kapelle aus Naturstein und Holz 100 Trauungen im Jahr zum Ziel gesetzt. "Doch im ersten Jahr waren es bereits 198", sagt Irmgard Schwenk, Leiterin des Fachbereiches Bürgerangelegenheiten. Im Rathaus-Altgebäude wurden im selben Jahr nur noch 32 Ehen geschlossen. Im vergangenen Jahr gaben sich 210 Paare in Weselerwald das Ja-Wort, im laufenden Jahr wurden bereits 183 Trauungen registriert.

Immer mehr Brautpaare kommen von außerhalb Schermbecks, viele aus dem Raum Dinslaken und Oberhausen. Einmal wurde sogar eine Braut mit einem Helikopter eingeflogen. "Wir hatten sogar schon Trauungen von Paaren aus Kiel, Frankfurt und München", berichtet die hauptamtliche Standesbeamtin der Gemeinde, Birgitt Tombers, die das Amt 1993 von Martha Brücker übernommen hat. Die Zeiten, in denen Birgitt Tombers und ihre Stellvertreterin Dorothee Fasselt alle Trauungen vorgenommen haben, sind längst vorüber. Bei steigender Nachfrage wurden zusätzliche Personen gewonnen, die in Kursen mit den Anforderungen eines Standesbeamten vertraut gemacht werden. Inzwischen werden Birgitt Tombers und Dorothee Fasselt von Susanne Kötter, Bettina Schmeing-Salisch, Melanie Hiziroglu, Petra Jansen, Stefanie Terhart, Nadine Dickmann, Sabrina Greiwe, Mareike Hübert und Andrea Hessing unterstützt. Dass es nur Frauen sind, ist Zufall. Es können sich auch Männer für den Dienst als Standesbeamter bewerben. Man sollte aber mindestens 18 Jahre alt sein. "Es wäre aber gut, wenn ein Bewerber über Lebenserfahrung verfügt", empfiehlt Dirk Kuhmann vom Fachbereich Zentrale Dienste, der für das Personalwesen zuständig ist.

Bislang waren Trauungen nur an den sechs Wochentagen möglich. Seit der vergangenen Woche können Brautpaare auch sonntags zwischen 10 und 16 Uhr ihr Ja-Wort abgeben - und das im Stundentakt. Dazwischen bleibt Zeit, Glückwünsche entgegenzunehmen und mit Sekt auf das Paar anzustoßen.

"Anmeldungen sollten mindestens ein Jahr und einen Monat vor dem geplanten Hochzeitstermin bei uns vorgenommen werden", sagt Hotel-Juniorchefin Katharina Klump und empfiehlt den heiratswilligen Paaren, sich telefonisch oder über www.landhotel.de in Verbindung zu setzen. Von dort aus werden die Paare an das gemeindliche Standesamt verwiesen.

"Es ist eine gute Art der Wirtschaftsförderung", bewertet Dirk Kuhmann das Confideum mit der zunehmenden Zahl an Trauungen. Um die Brautpaare auch noch touristisch näher an die Gemeinde heranzuführen, wird derzeit an einem Konzept gearbeitet, das demnächst vom Bürgermeister vorgestellt werden soll.

Quelle: RP
 
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