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Wesel
Historisches Zeitdokument fürs Stadtarchiv

Wesel. 71 Jahre nach Kriegsende hat Maria Schroeder aus den USA ihrer Heimatstadt Zeichnung überlassen.

Heimat ist etwas, das man auch im hohen Alter nicht vergisst. So verwahren viele Menschen oft persönliche Andenken, die sie, fern der Heimat, ihr Leben lang an diese erinnern.

So erging es auch Maria Schroeder, die 1926 in Wesel geboren wurde, hier aufwuchs und wenige Tage vor den Angriffen im Februar und März 1945 zum Arbeitsdienst einberufen wurde, was ihr wahrscheinlich das Leben rettete. Auf dem Plumpsklo eines Bauernhofes in der Nähe von Freden (Leine), wo Maria Schroeder untergebracht war, fand die 19-Jährige dann im Mai 1945 eine Kriegszeitung der Engländer. Der wesentliche Teil wird beherrscht von einer Zeichnung des Kriegsmalers Bryan de Grineam, die den nächtlichen Angriff der Alliierten auf Wesel am 23. März 1945 zeigt. Dieses schaurig-faszinierende Dokument hat die damals junge Frau an sich genommen, da sie sofort erkannte, dass es sich um ihre zerstörte Heimat handelte - und als sie 1961 Deutschland Richtung USA verließ, hat sie diese Zeitung ebenfalls mitgenommen.

Im Sommer kam bei ihr der Wunsch auf, dieses Zeitdokument ihrer alten Heimatstadt anzubieten. Nach mehreren Briefen zwischen Schroeder und der Stadt Wesel ist dieses Stück Zeitgeschichte im Weseler Stadtarchiv eingetroffen. Dort soll es in der Bildungsarbeit mit den Weseler Schulen eingesetzt werden.

Quelle: RP
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