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Hamminkeln
Hitzeschlacht: Großbaustelle auf der B 473

Hamminkeln: Hitzeschlacht: Großbaustelle auf der B 473
FOTO: Martin Büttner
Hamminkeln. Nichts für Feiglinge: Straßenbau bei über 35 Grad, mit 160 Grad heißem Material. Trotzdem wird an der B 473 gearbeitet. Ab der letzten Juli-Woche ist die zweite Fahrspur dran. Sanierung und Ausstattung kosten rund vier Millionen Euro. Von Thomas Hesse

Die harten Jungs vom Straßenbau kennen kein Jammern. Zwischen 35 und 38 Grad Lufttemperatur? Kein Thema. Arbeiten mit 160 Grad heißem Asphaltmaterial, um eine neue Tragschicht einzubringen. Na und? Auch an einem der größten Hitzetage wird auf der sechs Kilometer langen Baustelle der B 473 zwischen der Kreuzung L 602 - rechts geht's nach Dingden, links nach Wertherbruch - und Bocholt gewerkelt. Und zwar zügig, als sei nichts.

Die letzten 300 Meter der unteren Tragschicht sind noch fertigzustellen, und das schaffen Straßenbauer bei entsprechender Flüssigkeitszufuhr gut. Damit wäre ein Etappenziel der Grundsanierung dieser stark belasteten Bundesstraße erreicht.

Das nächste steht dann in der letzten Juli-Woche an: der Wechsel der Fahrspuren, sprich die rechte von Bocholt aus gesehen wäre dann fertig, die linke folgt sogleich. Gestern stellten Josef Brinkmann und Karl-Wilhelm Veuhoff vom Landesbetrieb Straßen NRW den Stand der Dingde dar.

Wie berichtet wird die B 473 seit Mitte Mai komplettsaniert. Seit 1978 wurde die Strecke nur bei Bedarf ausgebessert, doch die Fahrbahnschäden nahmen ebenso wie der Lkw-Verkehr Richtung Industriegebiet Bocholt-West merklich zu. "Die Grundsanierung soll uns 30 Jahre Ruhe verschaffen", sagt Veuhoff. Dafür wurde die Straßendecke abgefräst, der Unterbau ausgehoben und Stück für Stück wieder neu aufgebaut.

Verbunden damit ist die Reparatur der Brückenübergänge und teils der Entwässerung. Das alles ist schon weit gediehen. Morgen, Montag und Dienstag wird die "bituminöse Tragschicht" aufgetragen zum Niveauausgleich.

Am 13. und 14. Juli wird die Asphaltdeckschicht aufgebracht. In der zweiten Septemberhälfte will man durch sein. Vorher ist die Zeit der Materialschlacht mit 2000 Tonnen täglich verarbeitetem und aus mehreren Mischwerken angelieferten Material. Das heißt aber noch nicht freie Fahrt, weil abschließend der Ausbau im Kreuzungsbereich B 67 bis zur Flender-Straße ansteht. Anfang September ist die Baumaßnahme dann fertig. Falls das Wetter hält.

Hitzeausfälle sind durchaus möglich, denn wenn es zu heiß wird, schleichen sich leichter bautechnische Fehler ein. "Die Jungs schmelzen zwar dahin. Aber bei Hitze lässt sich arbeiten, Hauptsache es wird nicht zu schwül", glaubt Brinkmann an das Durchhaltevermögen der Straßenbauer..

2,9 Millionen für die erneuerte Straße plus 1,1, Millionen für Ausstattung und Markierungen sind am Ende verbaut. Besonderheit ist dabei die Wechselbeschilderung der dreispurigen Strecke, die es zulässt, nach Bedarf zweispurige Richrtungen zu favorisieren. Die nervende Umleitung über Dingden und Lankern ist dann Geschichte.

Quelle: RP
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