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Hamminkeln
Hochwasser: Isselverband soll Vorschläge machen

Hamminkeln. In der letzten Woche fand ein Treffen zum Thema Hochwasserschutz an der Issel im Haus der Bezirksregierung Düsseldorf statt. Eingeladen waren Vertreter des Isselverbandes und seiner Unterverbände sowie Vertreter der Kreise Wesel und Borken. Anlass war die seit Jahren ausstehende Umsetzung des Hochwasserschutzes an der Issel. Inhaltlich ging es in dem Gespräch um die Frage, wie ein funktionierender Schutz realisiert werden soll und wer für dessen Umsetzung zuständig ist. Die Bezirksregierung hat die Federführung in Sachen Hochwasserschutz von den Kreisen übernommen.

Für die operativen Maßnahmen und die Überwachung sind letztlich die ehrenamtlichen Isselverbände zuständig. Schwierigkeiten resultieren laut Bezirksregierung aus den nicht einheitlichen Satzungen der Unterverbände mit dem Oberverband, der Struktur der Verbände sowie der mangelnden Finanzausstattung des Isselverbandes. Als Ergebnis der Besprechung war man mit allen Beteiligten einig, dass sowohl der Isselverband als auch die dazugehörigen Unterverbände Vorschläge machen werden, um den Hochwasserschutz an der Issel sowohl personell als auch finanziell umsetzen zu können. Durch die Verbände wurde zugesagt, die erforderlichen Satzungsänderungen in die Wege zu leiten. Die Bezirksregierung Düsseldorf, die die Verbandsaufsicht führt und Satzungsänderungen genehmigen muss, wird bei diesem Prozess begleiten und beratend zur Seite zu stehen, hieß es gestern in einer Mitteilung der Behörde.

Bürgermeister Bernd Romanski, der in der Sache immer wieder zu Taten und Tempo auffordert, sagte gestern: "Die gute Nachricht ist, dass sich etwas tun soll. Aber die Bezirksregierung sieht sich wohl in der begleitenden Rolle. Wer soll dann die aktive Rolle übernehmen? Für den Isselverband mit seinen ehrenamtlichen Strukturen wird das schwierig."

(thh)
 
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