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Hamminkeln
Hochwassereinsatz kostet 1,5 Millionen

Hamminkeln: Hochwassereinsatz kostet 1,5 Millionen
FOTO: Malz Ekkehart
Hamminkeln. Die Stadt verhandelte gestern im Innenministerium über Sonderhilfe des Landes. Die Aussichten auf Teilersatz der Kosten stehen gut. Die Verstärkungsmaßnahmen an den Dämmen muss die Stadt aber alleine tragen. Von Thomas Hesse

Durchaus hoffnungsfroh sind gestern Bürgermeister Bernd Romanski und Kämmerer Robert Graaf von einem Gespräch im Düsseldorfer Innenministerium zurück gekommen. Thema der Runde war wieder einmal das Hochwasser, das die Stadt in den vergangenen Wochen nicht nur viele Nerven, sondern auch Geld gekostet hat. Nun sollten die finanziellen Folgen der beiden Hochwasserereignisse im Juni geklärt werden. In Hamminkeln war an der Issel bei der ersten Flut der Katastrophenfall mit dem Einberufen von THW-Verbänden aus verschiedenen Orten in NRW ausgerufen worden. Bei den zweiten, noch höheren Fluten wurden die Einsätze in Eigenregie bewältigt. Hamminkeln hat 1,5 Million Euro Zusatzkosten für die Stadt durch die Hochwasser ausgerechnet. Bei dem Gespräch ging es nun darum, Mittel aus einem Zusatztopf des Gemeindefinanzierungsgesetzes zurückzubekommen. Romanski gibt sich positiv: "Unser Anliegen ist vom Ministerium positiv aufgenommen worden. Man will uns helfen und zu Lösungen kommen."

Hilfe für die hiesigen Bauern nach der zweiten Flut steht allerdings in den Sternen. Das Kabinett will Geld dort geben, wo der Katastrophenfall erneut ausgerufen worden ist - im benachbarten Kreis Borken. Im Kreis Wesel hatte Landrat Ansgar Müller darauf verzichtet. Die finanziell klamme Stadt wird hingegen wohl unterstützt, aber nicht komplett von den angefallenen Kosten entlastet. Es geht dabei um außergewöhnliche Belastungen, etwa Einsatzkosten für Technisches Hilfswerk und Feuerwehr. Hilfen sind auch vorgesehen als Schadenersatz für Flutungsflächen nach den Durchstichen von Dämmen, um die Issel abzuleiten. Ebenso werden Schäden durch den Einsatz von schwerem Gerät auf landwirtschaftlichen Flächen - etwa durch die Verstärkung des Deichs in der Ringenberger Belenhorst - wohl bezuschusst. Außen vor bleiben hingegen die Verstärkungsmaßnahmen der Dämme oder das Verfüllen dort, wo es Abbrüche an den Rändern des Flusses gegeben hatte. Romanskis Fazit: "Hamminkeln ist im Innenministerium auf dem Schirm. Unsere Argumente wurden gehört und aufgenommen."

Quelle: RP
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