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Hamminkeln
Hogenbuschhalle nach Ferien wieder frei

Hamminkeln. Flüchtlinge, die in Mehrhoog untergebracht sind, werden im Dorf umquartiert. Letzte Woche kam kein Neuankömmling. Von Thomas Hesse

Die Sperrung der Balkanroute und andere Maßnahmen haben den Zustrom von Flüchtlingen verringert. Für Mehrhoog hat das positive Folgen: Zum Ende der Osterferien wird die Hogenbuschhalle leergeräumt sein, der Spielbetrieb wird nach Ortsbegehung, Feststellung des Renovierungsbedarfs und Abbau des Bodens wohl Ende April möglich sein. Den TV Mehrhoog wird's freuen.

Die rund 150 Flüchtlinge aus der Halle werden zur Handwerkerstraße ziehen, wo eine Unterkunft nach holländischem Muster entstanden ist, und zur Kreuzstraße, wo die Innenausbauten in den letzten Zügen liegen. "Wir legen Wert darauf, dass die Flüchtlinge in Mehrhoog bleiben können. Das ist wichtig wegen Schule und Kindergärten, die Familien sollen am gewohnten Ort sein", so Sozialdezernent Jürgen Palberg.

Hamminkeln hat bekanntlich ein ehrgeiziges, millionenschweres Ausbauprogramm gestartet. Das hilft nun bei der Unterbringung. Doch ist es zu groß und zu teuer dimensioniert? So hat die Stadt aktuell keine Ankündigungen neuer Flüchtlinge bekommen, die üblichen Faxe vier bis fünf Tage vor der Ankunft bleiben aus. "Da spielt mit rein, dass keiner über die Grenze kommt und es neue Abkommen mit der Türkei gibt. Das entlastet uns, doch um welchen Preis? Und wo ist die realpolitisch alternative Lösung?", sagt Palberg. Er findet es richtig, in neue Unterkünfte zu investieren. "Wir sind gut aufgestellt. Wir wissen nicht, was mit Kontingentflüchtlingen aus Türkei auf uns zukommt. Und wir wissen nicht, was die großen Flüchtlingsbewegungen in den nächsten Jahren bringen."

Derweil geht es weiter mit den Neubauten. In der Daßhorst ist die linke Seite des kleinen Containerdorfs bezugsfertig, in Dingden in der Ringstraße sind Leute eingezogen. Sie waren bisher in der alten Grundschule Ringenberg untergebracht, wo noch einige Flüchtlinge verharren. Die kommen jetzt zur Daßhorst, während die Schule als Reserve für eine Grundschule oder mehr Kindergartenplätze vorgehalten wird. Bleibt der Zustrom gering, will Palberg Bewohner aus der in die Jahre gekommenen Unterkunft Belenhorst in Neubauten umsiedeln. Das gilt auch für die alten Unterkünfte in Dingden-Berg und Lankern.

Zurück nach Mehrhoog: Palberg freut sich sehr über die Landesförderung für eine Begegnungsstätte zur Integration (RP berichtete). Jetzt werde der Zuwendungsbescheid für 475.000 Euro Investitionsbedarf - 30 Prozent muss die Stadt aufbringen - erwartet, um über einen Neubau oder eine andere Variante zu entscheiden. Vielleicht, so Palberg, sei damit auch die Chance verbunden, einen neuen Versammlungsort für das Dorf zu schaffen.

Quelle: RP
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