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Wesel
Holding und Hospital jetzt mit Doppelspitze komplett

Wesel. Karl-Ferdinand von Fürstenberg wurde als neuer stellvertretender Geschäftsführer von Pro homine vorgestellt. Von Fritz Schubert

Dr. Dieter Morlock hat die gewünschte Verstärkung bekommen. Der neue Geschäftsführer der Holding Pro homine hat jetzt einen Mann an der Seite, der ihn im Gesamtkonzern und auch im Marien-Hospital Wesel (MHW) vertreten wird. Mit Karl-Ferdinand von Fürstenberg (36) ist die Führungsmannschaft nach dem Weggang von Dr. Johannes Hütte und Robert Dahmen, der diesen aber nur im MHW vertrat, komplett. Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Sühling stellte mit Morlock den Neuzugang vor, der heute in der Musik- und Kunstschule offiziell eingeführt wird.

Karl-Ferdinand von Fürstenberg ist gebürtiger Kölner und wuchs in Gelsenkirchen auf. In Bochum studierte er Wirtschaftswissenschafte mit dem Schwerpunkten Controlling, Unternehmensprüfung und Mikroökonomie. 2004 bis 2007 arbeitete er für den Wirtschaftsprüfer PricewaterhouseCoopers, wechselte dann als Assistent der Geschäftsführung zum Malteser-Konzern nach Köln, wo er 2009 zum Krankenhaus St. Hildegardis der Malteser Rhein-Sieg gGmbH kam. Ab 2010 war von Fürstenberg dort Kaufmännischer Direktor. Die harten Bandagen der freien Wirtschaft sind ihm ebenso bekannt wie die Patientenversorgung mit kirchlicher Prägung.

Stefan Sühling betonte in diesem Zusammenhang die besondere Situation der Holding, eben nicht davon getrieben zu sein, Gewinne an Eigner abführen zu müssen. Von Fürstenberg wird die Effektivität im Auge haben, will sich dem Wettbewerb jedoch mit einem klaren ethisch-moralischen Anspruch stellen. Er sprach gestern von Ressourcen, die er heben wolle. Dr. Morlock, gelernter Mediziner und Ökonom zugleich, setzt dabei auf positives Wirken von Fürstenbergs unter anderem für bessere Ablauforganisation und die standortübergreifende Vernetzung der Fachabteilungen.

Die Holding hatte einen geeigneten Kandidaten für die Stellvertreter-Stelle über einen Profi suchen lassen. Von Fürstenberg traf seine Entscheidung um Weihnachten. Es reizte ihn, etwas Neues zu machen und mehr Verantwortung zu übernehmen.

Karl-Ferdinand von Fürstenberg ist Vater von vier Kindern im Alter von eineinhalb bis sieben Jahren und wohnt bei Köln. Ein Quartier in der Nähe hat er auch. Über die Familie seiner Frau fand er eins in Bocholt, was die Fahrzeit nach Wesel auf ein angenehmes Maß reduziert. Er liest gern, spielt Trompete und Gitarre sowie Fußball. Letzteres zuletzt in einer Hobbymannschaft. Dabei fühlt er sich eher im Offensivbereich angesiedelt, betont aber, dass er eher über den Kampf zum Spiel kommt und Laufstärken ausspielen kann. "Je größer das Spielfeld, um so besser", sagt er. Eventuell wird das Betriebsteam des neuen Weseler Arbeitgebers auf ihn aufmerksam. In den Vergleichen des Marien-Hospitals mit dem Evangelischen Krankenhaus Wesel steht es derzeit 3:2.

Apropos EVK: Mit der ebenfalls in Wesel ansässigen Klinik steht Morlock nach eigenen Worten in einem regen Austausch. Man kooperiere insofern schon gut miteinander, da man sich wegen der unterschiedlichen Fachabteilungen nicht gegenseitig im Weg stehe.

Die Familie von Fürstenberg lässt sich übrigens über 720 Jahre zurückverfolgen und hat ihre Ursprünge im Sauerland.

Quelle: RP
 
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