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Wesel
Hospital-Umbau ändert den Verkehr

Wesel: Hospital-Umbau ändert den Verkehr
FOTO: Sabine_gerards@t-online.de
Wesel. Der Umbau des Marien-Hospitals startet sichtbar im Januar mit dem Abriss zweier Häuser. Nachbarn hatten bei einem Infoabend in der Himmelfahrtkirche Fragen zur Verkehrslenkung und zum Parken. Die Zufahrt zur Tiefgarage bleibt frei. Von Fritz Schubert

Der Umbau des Marien-Hospitals wird einer Operation am offenen Herzen gleichkommen. Wie mehrfach berichtet, wird der Eingriff in die älteste Substanz des Hauses rund 20 Millionen Euro und zwei Jahre dauern. Über den Zeitplan und die Auswirkungen der Großbaustelle informierten der Aufsichtsratsvorsitzende und leitende Pfarrer an St. Nikolaus Stefan Sühling, Geschäftsführer Dr. Johannes Hütte und Projektsteuerer Hermann Hofmeister am Montagabend die Nachbarn. Gut 800 Haushalte waren angeschrieben worden, weshalb vorsichtshalber kurzfristig das Treffen vom Haus der Gesundheit in die Himmelfahrtkirche verlegt worden war. Es kamen lediglich 35 Gäste, deren sachliche Fragen sich hauptsächlich um die verkehrlichen Angelegenheiten drehten.

Besonders Anwohner der engen Norbertstraße befürchten zusätzliche Belastungen. Sie brachten den Hinweis ein, Verkehr über die Esplanade und die dann fertige Kreuzstraße zum äußeren Ring leiten zu lassen. Das wollen die Verantwortlichen nun mit der Stadt besprechen. Eine Sorge galt zudem der angespannten Parksituation rund ums Hospital sowie die Hansaringschule. Stellplätze sollen geringfügig im Gebiet der Ecke Magermann/Pastor-Janßen-Straße betroffen sein.

Die Häuser Pastor-Bölitz-Straße 3 und 5 (r.) weichen für die Einrichtung der Baustelle samt Zu- und Ausfahrt. FOTO: Malz, Ekkehart (ema)

Klar ist, dass die Bushaltestelle am Haus der Gesundheit an einen derzeit noch nicht feststehenden Ort verlegt werden muss. Denn die Häuser Pastor-Bölitz-Straße 3 und 5 (Mammografie und Marktstuben) werden abgerissen. Das passiert aber erst ab Januar, denn Adventsmarkt und andere vorweihnachtliche Aktivitäten am Markt sollen nicht gestört werden. Mit dem Abriss wird dann Platz geschaffen für die Baustelleneinrichtung sowie den Baustellenverkehr mit Zu- und Ausfahrt. Zugleich wird die Pastor-Bölitz-Straße eine Einbahnstraße. Offen bleibt sie für den Verkehr stadtauswärts Richtung Dom und Hansaring. In umgekehrter Richtung bleibt die Zufahrt zur Tiefgarage unterm Großen Markt frei - und natürlich die Baustellenzufahrt.

Eine Standfläche für Kräne wird zudem zeitweise nahe dem Haupteingang der Klinik eingerichtet, weshalb dort dann auch einige wenige Parkplätze belegt wären. Auf Großveranstaltungen wie die 775-Jahr-Feier oder das Hansefest soll bei den Bauarbeiten Rücksicht genommen werden. Was nach der Bauzeit mit der Lücke an der Pastor-Bölitz-Straße geschieht, steht noch nicht genau fest. Wahrscheinlich werde sie bebaut, sagt Hütte: "Parkplätze werden es nicht."

Die Animation zeigt rechts neben dem Haupteingang des Hospitals den sanierten Nordflügel. FOTO: pro homine

Aktuell werden im Keller des Hospital-Kerns am Haupteingang Fundamente ertüchtigt. Für die bekanntlich umstrittene Verlegung der Kapelle wird eine Ausstellung mit detaillierten Ansichten des künftigen Standorts vorbereitet. Dem Abriss der Häuser an der Pastor-Bölitz-Straße folgt ab März der sichtbare Start des Umbaus. Der Nordflügel wird saniert sowie nach hinten über die Notaufnahme erweitert und bekommt ein Geschoss mehr. Von oben nach unten werden hier dann Intensivstation, Geriatrie und Chirurgie mit modernsten Stationen untergebracht. Der Einsatz von Fertigteilen soll die Bauzeit begrenzen. Laut Hütte werden keine zusätzlichen Betten geschaffen, sondern Ersatz für bisher Bestehendes. Die Inbetriebnahme ist für Oktober 2017 geplant.

Quelle: RP
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