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Wesel
Hovest (SPD) übt Kritik an Voba-Chef

Wesel: Hovest (SPD) übt Kritik an Voba-Chef
FOTO: Jana Bauch
Wesel. Der SPD-Chef greift Ulf Lange im Vorfeld der Bauvereins-Hauptversammlung an. Von Klaus Nikolei

Mehrfach schon hat SPD-Fraktionschef Ludger Hovest öffentlich das Verhalten von Ulf Lange, Mitglied des Vorstandes der Volksbank Rhein-Lippe, im Zusammenhang mit den "kritischen Aktionären" des Weseler Bauvereins getadelt. Und nun tut er es wieder. Schließlich findet am Freitag die nächste Hauptversammlung hinter verschlossenen Türen statt.

Wesels Chef-Genossen wurmt, dass die Vorgänger von Lange in den 90er Jahren Bauvereins-Aktien an die Meerbuscher Familie Hauschild ohne Zustimmung des Bauvereins-Aufsichtsrates verkauft haben. Und nun stelle die Voba immer wieder Vollmachten aus, "damit Rechtsanwälte aus ganz Deutschland im Namen der Volksbank Rhein-Lippe stundenlang Fragen in immer wieder anderen Variationen stellen, mit dem Ziel, die Bauverein Wesel AG immer wieder zu verklagen und zu zerschlagen", heißt es in einem Schreiben an Lange. Hovest hält ihm in dem Brief vor, 2016 bei der 13-stündigen Hauptversammlung lediglich zwei Fragen gestellt zu haben. "Ansonsten sind Sie dadurch aufgefallen, dass Sie der große Schweiger waren und dem Treiben der von Ihnen Bevollmächtigten zugesehen haben. Dieses Verhalten ist für den Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Rhein-Lippe unwürdig. Sie schaden damit dem guten Ruf der Bank." Weiterhin beklagt Hovest, dass Lange während einer Ratssitzung versprochen habe, nach einer Lösung zu suchen. "Wie sieht Ihre Lösung aus? Bis heute fällt die Volksbank Rhein-Lippe durch Nichtstun auf. Wir hören immer wieder von Ihnen: Wir sind vertraglich gebunden und können nicht anders. Sehr geehrter Herr Lange, wir glauben Ihnen das nicht und fordern Sie auf: Legen Sie die Geheimverträge mit Frau Hauschild offen."

Die Wahrscheinlichkeit, dass Ulf Lange dem SPD-Chef antworteten wird, ist gering. Denn der Banker kommt nicht vor Donnerstag aus dem Urlaub zurück, um möglicherweise dann am Freitag an der Hauptversammlung teilzunehmen. Auch wenn Ulf Lange gestern in Wesel gewesen wäre, hätte er sicher keine Stellungnahme abgegeben. "Es hat sich nämlich an der ganzen Sache überhaupt nichts geändert. Wir warten einfach, was die Gerichte sagen", erklärte Langes Kollege Gerd Hüsken auf Anfrage.

Quelle: RP
 
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