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Kommentar: Unsere Woche
Hovest überschätzt seine Macht

Wesel. Wie es so seine Art ist, hat SPD-Fraktionschef Ludger Hovest vor Pressevertretern die verbale Keule geschwungen. Seine Partei - also er - werde es nicht zulassen, dass der Bauverein ausblute. Deshalb will er nun die Verantwortlichen der Volksbank Rhein-Lippe, von Pilkington und von der Commerzbank öffentlichkeitswirksam dazu bringen, gut 1500 "vinkulierte Namensaktien" des Bauvereins von einem Geschäftsmann aus Meerbusch zurückzukaufen. Das Trio hatte diese Aktien - gegen den Willen des Bauvereins - 1992 veräußert.

Hovest will so verhindern, dass der Unternehmer ("Der fordert zehn Prozent Dividende, will nur Geld") und seine Anwälte künftig die Hauptversammlung nicht mehr stören und auf Fehler hinweisen. Ob der Bauverein tatsächlich Fehler gemacht, wird demnächst das Landgericht klären. Unwahrscheinlich ist, dass sich Volksbank, Pilkington und Commerzbank von Hovest vorschreiben lassen, was sie zu tun haben. Da dürfte der Chef-Genosse seine Macht wohl überschätzen.

Quelle: RP
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