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Wesel
Hünxe: Streit um Einladung an Zeelink-Betreiber

Wesel. Scharfe Kritik haben gestern die Gegner der Erdgasfernleitung Zeelink an der Entscheidung des Hünxer Bürgermeisters Dirk Buschmann geübt, Open Grid Europe (OGE) als Betreiber der Leitung im heutigen Hauptausschuss sprechen zu lassen. Rainer Rehbein, Sprecher der Initiative, sagte: "Bürgermeister Buschmann macht offensichtlich den Versuch, einen Ratsbeschluss gegen die Zeelink-Pipeline in letzter Minute noch zu kippen." Er kritisiert die Einladung an Open-Grid-Projektleiter Franz-Josef Kissing. Von Sebastian Peters

Wie Dirk Buschmann auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte, wird der Betreiberkonzern Open Grid Europe heute (17 Uhr, Rathaus) Zeelink vorstellen. "Wir hatten dem Unternehmen das angeboten, als das Thema noch gar nicht so aktuell war. Das wurde zunächst abgelehnt, weil Open Grid Europe der Ansicht war, dass die Emotionen zu sehr hochkochen." Angesichts der von der Gemeinde eingereichten Stellungnahme und der Proteste der Initiative wolle das Unternehmen nun die Chance ergreifen, über die Planung zu informieren. "Ich möchte der anderen Seite auch die Chance geben, die Sicht der Dinge darzustellen", argumentiert Buschmann.

Im Hünxer Hauptausschuss soll heute ein Beschluss des Umweltausschusses bestätigt werden, eine so genannte Einwendung gegen das Bauvorhaben zu tätigen. Buschmann betonte, dass der Hauptausschuss aller Voraussicht nach an der Entscheidung des Umweltausschusses festhalten werde. Die Gemeinde bleibe bei der Forderung in der Stellungnahme, die Trasse so weit wie möglich entfernt von Wohnbebauung zu verlegen.

Die Zeelink-Gegner fordern ebenfalls Rederecht in der Sitzung. Dieses werde ihnen nicht gewährt, kritisiert Rainer Rehbein. Er sagt: "Damit stelle sich Bürgermeister Buschmann gegen den Gemeinderat, seine Verwaltung sowie die rund 1.500 Bürgerinnen und Bürger Hünxes, die sich bis heute schriftlich gegen den Bau der Gasleitung ausgesprochen haben."

Quelle: RP
 
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