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Kreis Wesel
Hunderte machen im APX das Sportabzeichen

Kreis Wesel. Citius, Altius, Fortius - schneller, höher, stärker: So lautete das Motto, unter dem der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mit seiner Sportabzeichen-Tour jetzt im Archäologischen Park Xanten Station machte. Ein Ort, der nicht nur aufgrund seiner weitläufigen Rasenflächen für das Breitensportereignis prädestiniert ist. "Es gab hier schon in der Antike einen überdachten Sportplatz und ein Schwimmbad", sagte Dr. Martin Müller, Leiter des Freilichtmuseums. Dies alles in Verbindung mit herrlichem Sommerwetter lockte rund 4000 Teilnehmer, darunter alleine 2400 Schüler, nach Xanten. Xanten war der zweite Tour-Stopp nach der Auftaktveranstaltung in Berlin mit Bundespräsident Joachim Gauck. "In der Hauptstadt war die Resonanz groß, aber was die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen betrifft, hat Xanten die Zahl von Berlin noch einmal verdoppelt", sagte ein beeindruckter Walter Schneeloch, Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes. Auch der Promi-Besuch dürfte zur Attraktivität der Veranstaltung beigetragen haben: Wo gibt es schon die Chance, sich beim 800-Meter-Lauf von Stabhochsprung-Ikone Danny Ecker anfeuern zu lassen oder von Frank Busemann Tipps für den Weitsprung zu bekommen. Der olympische Silbermedaillengewinner im Zehnkampf rät Kindern, schon im Grundschulalter Sport zu treiben: "Wer früh anfängt, weiß, wie sich ein Sieg anfühlt, und lernt, mit Niederlagen umzugehen, und das hilft dann auch bei einer Fünf in Mathe." Seit acht Jahren unterstützt Busemann die Sportabzeichen-Tour. Dass das Sportabzeichen kein ein Spaziergang ist, hat im vergangenen Jahr auch Danny Ecker erfahren, der im 100-Meter-Lauf die für das goldene Sportabzeichen nötige Zeit von 12,1 Sekunden knapp verfehlte. "Ich hatte jahrelang den Fokus auf den Stabhochsprung gerichtet. Für das Sportabzeichen sollte man die einzelnen Disziplinen vorher trainieren", so der Athlet. "Man muss in vielen Bereichen gut sein, das ist das Schwierige daran", sagte auch Markus Bullmann (15), Schüler des Xantener Stiftsgymnasiums. Solche Gedanken machen sich die die Kleinsten der Moerser Eschenburgschule noch nicht, wenn auch der Ehrgeiz dem der Großen in nichts nachsteht. "Ich hole mir auf jeden Fall Gold", ist Jan Phillip sicher. Von Erwin Kohl

Neben dem Sportabzeichen wurde in Xanten das Event-Sportabzeichen "Certamen Traianense" vergeben. Angelehnt an den römischen Fünfkampf, den Pentathlon, galt es die Disziplinen Laufen, Speerwerfen, Springen, Diskuswerfen und römisches Ringen in Rüstungen zu meistern. Einen Ringkampf zur Einstimmung lieferten sich Dr. Martin Müller und Walter Schneeloch. Den "Kampf der Giganten", so Radio-KW-Moderator Marc Torke, entschied der Parkleiter für sich.

Neben der Herausforderung sollte der Spaß nicht zu kurz kommen - auf dem "Activity Board" der Sparkasse oder bei einem Fotoshooting mit "Germany's Next Topmodel" und Stuntfrau Miriam Höller.

Quelle: RP
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