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Hamminkeln
Immer mehr Erwachsene an Musikschule

Hamminkeln. Die Musikschule Hamminkeln präsentierte sich und ihr Angebot. Beim Tag der Offenen Tür in Ringenberg konnten Interessierte auch die Instrumente testen. Einrichtung spürt die Folgen der demografischen Entwicklung.

Bevor in ein paar Wochen die neuen Kurse in allen Fächern beginnen, hatte die Musikschule Hamminkeln am Wochenende zu ihrem traditionellen "Tag der offenen Tür" nach Ringenberg eingeladen. Eine gute Möglichkeit also, Schule und Lehrer einmal näher kennenzulernen, Instrumente auszuprobieren oder auch Fragen rund um das Kursangebot loszuwerden.

Entsprechend zahlreich waren daher auch die Besucher auf der Zingelstraße und Ulrich Ingenbold konnte sich über das große Interesse freuen. "Im Gründungsjahr 1969 sind wir mit 42 Schülern angefangen", erinnert sich der Leiter, "heute sind wir bei 600 bis 800 Lernenden, wobei von 4 bis 99 Jahren alles dabei ist". Doch die demographische Entwicklung macht auch vor den Musikschulen nicht halt.

"Wir merken schon, dass es weniger Kinder gibt", so Ulrich Ingenbold, "doch das wird durch mehr Senioren oftmals noch aufgefangen". Die Arbeit mit den "Best Agern" wird überhaupt in den nächsten Jahren mehr und mehr zunehmen, da sind sich die meisten Musikpädagogen einig.

Die Hamminkelner Einrichtung ist eine der wenigen Musikschulen in Nordrhein-Westfalen, die in privater Trägerschaft unterhalten wird. Träger ist hier der Musikverein Ringenberg. Diese Organisationsform wird allerdings nur dadurch ermöglicht, dass sowohl Geschäftsleitung der Musikschule als auch der Vorstand des Musikvereins Ringenberg ausnahmslos unentgeltlich arbeiten. Das ist sicherlich einer der Gründe für den großen Erfolg der Schule. So werden von insgesamt 13 Lehrkräften zahlreiche Instrumentalfächer, Elementarbereiche für die Kleinsten sowie ein Chor ("Murisono") an insgesamt fünf Unterrichtsorten (Ringenberg, Mehrhoog, Wertherbruch, Dingden und Brünen) angeboten.

Auf den Chor ist Ulrich Ingenbold ganz besonders stolz: "Das sind 50 gute Sänger, die können alles von Pop bis Klassik". Beim Tag der Offenen Tür war vor allem der Nachwuchs begeistert. Musikpädagoge Wilfried Kupsch hatte sein Akkordeon mitgebracht und die kleinen Akteure probierten was das Zeug hielt. Erste Tipps über den richtigen Einsatz der Finger und die Haltung des Instruments halfen dabei. "Leider ist das Akkordeon ein wenig auf dem absteigenden Ast", so der Lehrer, "und das, obwohl doch gerade in der aktuellen Pop-Musik viel mit diesem Instrument gearbeitet wird".

Ein Problem, das Klavierlehrer Ralf Liedlbauer nicht kennt: "Ich hab nach wie vor oftmals Einzelschüler, ein Klavier eignet sich auch nicht so für Gruppen-Unterricht, obwohl es davon auch aktuell zwei gibt."

(mst)
 
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