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Wesel
Impulse für Sprachpädagogen

Wesel. Die Erich-Kästner-Schule an der Rheinbabenstraße fördert Kinder mit Behinderungen in den Gebieten Sprache, Hörverständnis und Kommunikation. Im Rahmen eines Workshop-Tages, an dem Interessierte über Hörbehinderungen informiert wurden, fand in den Räumen der Schule nun eine Informationsveranstaltung statt. Etwa 100 Fachleute, darunter viele Lehrer, Pädagogen und Erzieher, kamen zusammen. Von Simon Heweling und Mika Peschel

Sprachheilpädagogin Dr. Lilli Wagner vom Diakoniewerk München-Maxvorstadt lieferte zum Einstieg einen ausführlichen Vortrag über Sprachentwicklungsstörungen und deren Behandlungen anhand eines Screening-Verfahrens. Dabei werden Sprachdefizite der betroffenen Kinder durch spezielle Computerprogramme aufgedeckt und behoben.

Anschließend bekamen die Besucher die Möglichkeit, an diversen Workshops teilzunehmen, in denen unter anderem die Unterrichtsmethoden erklärt wurden. Als besonders effektiv stellte sich die "Sprachentwicklung auf vier Pfoten" heraus, bei der im Unterricht spielerisch mit Therapiehunden gearbeitet wird. Die Konzentration und Lernbereitschaft der Schüler wird durch die Arbeit mit der Hündin Enie maßgeblich unterstützt. Die Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen und Ängste zu überwinden. Durch Lernspiele, wie zum Beispiel mit Enie, vergessen die Kinder sozusagen ihre Sprachprobleme und werden unmittelbar in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung gefördert. Spaß steht im Lehrplan an erster Stelle. Die Schüler lernen mit allen Sinnen, rhythmisch-musikalisch und mit jeder Menge Freiarbeit.

Ziel des Unterrichts ist vor allem der Erwerb der Schriftsprache. Dabei kann das Kind jederzeit seinem Leistungsstand entsprechend auf eine reguläre Grundschule wechseln. Dieses breite Angebot schafft eine Schule, "die einzigartig in NRW ist", so Schulleiterin Sabine Lurtz-Petry.

Quelle: RP
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