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Wesel
Initiativen machen es vor: So geht Klimaschutz vor Ort

Wesel: Initiativen machen es vor: So geht Klimaschutz vor Ort
Dies sind die Träger des Klimaschutzpreises. FOTO: Joosten
Wesel. Klimaschutz ist nicht nur, wenn große Kraftwerke weniger Kohlendioxid ausstoßen oder Autos mit Elektroantrieb fahren - es sind auch die kleinen Projekte, die ihren Beitrag leisten. Und so sind die drei Träger des Klimaschutzpreises von Innogy und Stadt kleine, private Initiativen, die vor der eigenen Haustür den Schutz des Ökosystems und die Umweltbildung fördern.

So wurde gestern die Obrighovener "Vorstadtimkerei" dreier Familien mit einem dritten Preis belohnt. Die Betreiber des Lackhausener Bürgergartens Hummelweg dürfen sich über den zweiten Preis freuen. Und als Sieger kürte die Jury die Rechtsanwalts- und Steuerberaterkanzlei Dr. Motzer, Scholz-Starke, Tolkamp, Consten für den Bau ihres extrem klimaschonenden Bürogebäudes im Weseler Hanseviertel.

Die Technik des Hauses, das den Verbrauch von Primärenergie von 127 auf 20 kWh pro Quadratmeter senkt, brachte Laudator Norbert Borgmann, Obermeister der Innung Sanitär, Heizung, Klima, ins Schwärmen. "Vom Feinsten", urteilte das Jurymitglied über das Gebäude, das einen energetischen Stand aufweist, "der weit über dem liegt, was heute gefordert wird". Die Energieversorgung für Heizung und Klima erfolgt mit hocheffizienten Wärmepumpen und Erdwärme. Die Kanzlei erhält 2500 Euro.

1500 Euro fließen an die Aktiven des Wandelgartens am Hummelweg. Ideen für das ehemalige Spielplatz-Areal, auf dem heute Gemüse und Blumen gedeihen, gibt es noch genug, wie Sebastian Pabst bei der Preisverleihung berichtete. So sollen Lernbeete gemeinsam mit Kita-Kindern angelegt werden, um ihnen den nachhaltigen Gemüseanbau näherzubringen. Außerdem ist daran gedacht, Insektenhotels anzulegen und eine Wasserpumpe zu installieren. Dafür können die rund 20 Gärtner das Geld gut gebrauchen.

Groß war die Freude über den dritten Preis - immerhin 1000 Euro — bei den Familien Parth, Biesel und Tabke aus Obrighoven für das Imkerei-Projekt. Sie vermitteln Schulklassen und Kindergärten die Bedeutung der Bienen für das Ökosystem. Die Kleinen dürfen selbst mithelfen. Der Honig wird übrigens nur für den Eigenbedarf geerntet.

(rme)
 
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