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Wesel
Integration und Sport: SPD spannt Schalke-Boss als Zugpferd ein

Wesel. Clemens Tönnies spricht Dienstag in der Niederrheinhalle über Chancen für und mit Sportvereinen. Von Fritz Schubert

Sport verbindet. Und im Verein ist er am schönsten. Gerade für die Integration von Flüchtlingen, die dauerhaft im Land bleiben werden, können die Klubs eine wichtige Rolle spielen. In Wesel tun sie das bereits, einige wie Viktoria und der Weseler Box-Club sogar seit vielen Jahren schon. Andere zögern noch oder ihnen fehlen Informationen, wie man Projekte starten oder woher man Hilfe bekommen kann. Letzteres will die SPD mit einem prominenten Gastredner anschieben. Clemens Tönnies, Aufsichtsratsvorsitzender des Fußball-Bundesligisten Schalke 04, spricht am Dienstag, 25. Oktober, in der Niederrheinhalle zum Thema "Integration und Sport". Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr und ist offen für jedermann. Auch für Schalke-Fans natürlich, die Tönnies einmal live erleben möchten.

Norbert Meesters, stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Weseler Rat und Landtagsabgeordneter sowie seine Fraktionskollegen Ulla Hornemann und Wolfgang Spychalski stellten gestern die Zielrichtung vor. Sie wollen zum einen aufzeigen, was Weseler Vereine bereits in der Integrationsarbeit leisten. Dabei hoffen sie darauf, dass viele Vertreter der 72 im Stadtsportverband organisierten Vereine die Veranstaltung besuchen und auch Tönnies Ausführungen für sie von Gewinn sind. Schalkes Möglichkeiten seien zwar nicht mit den hiesigen Verhältnissen vergleichbar, doch der FC sei in Sachen Integration erfahren, habe im Revier über 100 Jahre schon immer Menschen aller Nationalitäten eingebunden. Und Gastredner Clemens Tönnies stehe klar dahinter, spreche nicht von einer Krise, sondern von einer Flüchtlingschance, sagte Meesters.

Kleine Vereine könnten dem Problem Mitgliederschwund etwas entgegensetzen. Gesellschaftlich, so Hornemann weiter, ergäben sich positive Effekte, wenn Kinder einander kennenlernen, sie selbst und auch die Eltern einen anderen Blick auf die jeweiligen Kulturen bekämen. Einheimische wie Neuankömmlinge.

Norbert Meesters machte unter anderem auf Programme des Landes aufmerksam. "Sport mit Flüchtlingen" lautet eins mit dem Landessportbund (LSB). Pro Verein und Projekt sind 500 Euro zu bekommen. Zudem werden Erfahrungen im LSB-Kompetenzzentrum "Integration und Inklusion im Sport" gebündelt.

Der LSB, die 54 Stadt- und Kreissportbünde sowie die 68 Fachverbände werden ein Netzwerk für die Unterstützung von Vereinen einrichten. Ferner werden 40 halbe Stellen für Integrationslotsen in den Stadt- und Kreissportbünden eingerichtet. Beim KSB Wesel ist diese bereits mit Miriam Matthiesen besetzt, so Meesters. Sie werde am Dienstagabend ebenfalls dabeisein. Mehr dazu gibt es im Netz unter www.ksb-wesel.de.

Quelle: RP
 
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