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Unsere Woche
Isolation und eine Lösung

Wesel. Die Affäre um Äußerungen des Schermbecker FDP-Ratsherrn Thomas Heiske auf Facebook zum Thema Flüchtlinge hat in dieser Woche nichts an Fahrt verloren. Im Gegenteil. Heiske gerät immer mehr ins Abseits, ist schon fast völlig isoliert.

Nachdem die Kreis-FDP sich heute vor einer Woche auf ihrem Parteitag deutlich distanziert und ihn zum Austritt aufgefordert hat, nahmen Vertreter der anderen Schermbecker Ratsfraktionen zunächst ablehnend Stellung und ließen gestern einen Brief an Bürgermeister Rexforth folgen. Darin bitten CDU, SPD und Grüne darum, "in Zukunft den § 56 Abs.1 der GO NRW i.V.m. § 29 Abs.1 der Geschäftsordnung für den Rat und die Ausschüsse, anzuwenden". Übersetzt bedeutet das, dass Heiske nicht mehr zu den interfraktionellen Gesprächen eingeladen werden soll. Bisher hatte man ihn sozusagen aus Freundlichkeit teilnehmen lassen, denn dazu berechtigt sind nur Fraktionsvorsitzende. Eine Fraktion muss aus zwei Leuten bestehen. Da FDP-Mann Heiske Solist im Rat ist, kann er also ferngehalten werden. Auch auf anderen Kriegsschauplätzen bleibt es ungemütlich für Thomas Heiske. Während die Staatsanwaltschaft weiter prüft, ob es einen Anfangsverdacht auf eine Straftat gibt, machen sich auch die Grünen, pauschal von Heiske in seinen Postings angegangen, in diese Richtung Gedanken. Der Schermbecker Ortsverein prüft, ob die Grünen eine Klage anstrengen sollen. Nun schaut alles auf die Schermbecker Orts-FDP, die sich in Kürze mit Heiske auseinandersetzen will.

In einem rundum positiven Sinne zu Potte kommen will indes die CDU in Wesel mit ihrem Vorschlag für eine öffentliche Toilette am Bahnhof. Endlich gibt es mal eine praktikable Lösung für ein seit Jahren bestehendes Ärgernis. Die Weseler nervt es sowieso. Und Neuankömmlinge haben es noch nie verstanden, dass man nicht flott und problemlos ein WC an dem Verkehrsknotenpunkt findet.

fritz.schubert@rheinische-post.de

Quelle: RP
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