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Kreis Wesel
Isselflut: Kreisgrüne fordern Hochwasserkonferenz

Kreis Wesel. Auch die Christdemokraten legen einen Fragenkatalog vor. Von Fritz Schubert

Die Starkregenereignisse, die vor den Somerferien für teils erhebliche Überflutungen, Schäden und Ernteausfälle gesorgt haben, sind noch lange nicht vergessen. Noch immer laufen im Raum Hamminkeln in vielen Kellern die Pumpen. Zur bereits laufenden Diskussion über Versäumnisse der Vergangenheit steuerten die Kreisgrünen gestern die Forderung nach einer Hochwasserkonferenz zusammen. An einen Tisch bringen soll sie das Land, die Bezirksregierungen Düsseldorf und Münster, den Kreis und seine Kommunen sowie die Wasserverbände, die Linksniederrheinische Entwässerungsgenossenschaft und Bürger. Die stellten Fraktionschef Hubert Kück, Gabriele Obschernicat, Johannes Flaswinkel (beide Hamminkeln) und Jürgen Bartsch (Rheinberg) jetzt vor.

Abgesehen von der gewünschten Runde, die alle Aspekte für ein Präventionskonzept beleuchten soll, machten sich die Grünen für unmittelbar Maßnahmen stark. Zum Beispiel für die sofortige Säuberung des Wolfstrangs. Dieser Graben sorgte zum Beispiel in Mehrhoog für Verdruss, weil er - zugewachsen, verdreckt und überbaut - seiner Ableitungsfunktion nicht gerecht werden konnte. Hier wären die Betroffenen laut Flaswinkel schon froh, wenn sie jetzt wenigstens mal einen Bagger sehen würden.

Zu Zustand und Dimensionierung der Gräben und Vorfluter gesellen sich Fragen nach Barrieren für Grundwasserabflüsse. Hier kommen rechtsrheinisch Gewässer in den Blick, die unter anderem durch Auskieseng entstanden sind. Linksrheinisch sind es vorrangig Senkungen durch Kohle- und Salzbergbau, die den Menschen sorgen machen. Unterm Strich geht es - abgesehen vom Rheinhochwasser - um weiter zu erwartende Katastrophenfälle nach Starkregen, weil vielerorts die bisherigen Gegenmittel nicht mehr greifen.

Laut Kück müsse ermittelt werden, was wo am besten hilft, um die Bevölkerung sowie ihr Hab und Gut zu schützen. Auf den Prüfstand stellen die Grünen auch die Wasser- und Bodenverbände, die professioneller und effektiver geführt werden müssten.

Unabhängig vom Kooperationspartner Grüne hat die CDU-Kreistagsfraktion für den Umwelt- und Planungsausschuss einen Fragenkatalog zusammengestellt. Er betrifft unter anderem die Vergabe eines Planungsauftrags an das Unternehmen Pro Aqua, den Zeitplan, wann mit dessen Ergebnissen zu rechnen ist.

Quelle: RP
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