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Schermbeck
Jagdgenossenschaft: Schwarzwild wird zur Plage

Schermbeck. Zur Genossenschaftsversammlung trafen sich jüngst 14 Mitglieder der Jagdgenossenschaft Schermbeck 9 Gahlen in der Gaststätte Mölder. Die beiden Jagdreviere umfassen zusammen 1148 Hektar. Die Grenze zwischen Revier eins und zwei verläuft von Westen nach Osten über Bruchmühlenweg, Bruchstraße, Janbrucksfeld und Holzweg zu Bestener Straße und Rabenstraße. Über die Situation der Jagd im Bezirk I berichtete Wilhelm Schult, der das Revier mit Reiner Feldkamp und Jürgen Vogel betreut. "Niederwild gibt es nicht mehr", stellte Schult fest. Entsprechend seien die Treibjagden eingestellt worden. Anders ist es beim Schwarzwild. Wildschweine gibt es im benachbarten Gartroper Waldrevier deutlich mehr. So werde der Druck auf die ackerbaulich genutzten Flächen in Gahlen immer größer.

"Es geht nicht an", stellte Jagdgenosse Egon Stuhldreier fest, "dass Wildschweine in Waldrevieren geschont werden und hier bei uns Schäden anrichten." Die Versammlung bemängelte auch regelrechte Züchtungen von Wildschweinen durch den Regionalverband Ruhrgebiet im benachbarten Kirchhellen. In Richtung Landwirtschaftsverband wurde die Forderung gestellt, dieser möge sich stärker für die Bejagung von Schwarzwild in Waldrevieren einsetzen.

Das verstärkte Auftreten von Schwarzwild bestätigte auch Uwe Sander, der das zweite Gahlener Revier mit Rainer Beckmann und Lars Engelmann betreut. Es sei schwierig, Schwarzwild zu bejagen. Das Bejagen von Rotwild gelang besser.

Kritisch bewertete die Versammlung die Duldung des Wolfes, der sich gegenwärtig deutlich ausbreite. Im Westerwald und sogar am Niederrhein seien Wölfe schon gesichtet worden. "Es muss wohl erst etwas passieren, bis die Verantwortlichen reagieren", so ein Versammlungsteilnehmer.

(hs)
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