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Kreis Wesel
Jobcenter froh: "Die Trennung ist vom Tisch"

Kreis Wesel. Bund und Länder haben sich auf eine Änderung des Grundgesetzes geeinigt, mit der die Zukunft der Jobcenter gesichert wird. Ursprünglich stand bekanntlich die Rückkehr in alte Zeiten im Raum: Trennung von Arbeits- und Sozialverwaltung. Über die Entscheidung und ihre Auswirkungen für zehntausende Hilfeempfänger und hunderte Verwaltungsmitarbeiter im Kreis sprach RP-Redakteur Fritz Schubert mit Michael Müller, dem stellvertretendem Geschäftsführer der Arge Kreis Wesel.

Was bedeutet der Erhalt der Jobcenter für die Hilfeempfänger ?

Müller Für unsere Kunden ist das optimal. Wir werden an allen 13 Standorten im Kreis Wesel bleiben. Die Leute werden weiter auf bekannte Ansprechpartner treffen und Hilfe aus einer Hand bekommen. Die Trennung ist vom Tisch. Sie wäre zwar möglich, aber einfach nicht vertretbar gewesen.

Wie denken Ihre 450 Mitarbeiter ?

Müller Alle sind froh, dass eine Entscheidung da ist. Wir hoffen, dass die Grundgesetzänderung schnell und reibungslos bis zur Sommerpause über die Bühne geht.

Der Kreis Wesel hat immer gesagt, dass ihm die Arge-Lösung nicht behagt, er lieber Optionskommune und damit eigenverantwortlich wäre. Deren Anzahl wird nun aufgestockt.

Müller Zu bisher 69 Optionskommunen sollen 41 hinzukommen. Der Kreis wird dabeisein wollen, kann sich bis zum Jahresende bewerben. Im März 2011 soll entscheiden werden, wer optieren darf.

Was muss nun geschehen ?

Müller Mit der Gesetzesänderung wird es einen Kriterienkatalog für die Option geben. Der Kreis muss dann ein Konzept entwickeln und Pläne vorstellen: fürs Personal, für den Haushalt, die Standorte sowie die Organisation der Aufgaben von Leistungsgewährung und Vermittlung. Und für die Förderinstrumente, die er einsetzen will.

Es wird 330 Argen und 110 Optionskommunen geben. Hat der Kreis denn eine Chance, zu letzteren zu gehören ?

Müller Das hängt davon ab, wie die Konzepte bewertet werden. Es kann sein, dass 200 optieren wollen, aber nur 20 genommen werden können. Um die übrigen Plätze kann man sich 2015 erneut bewerben. Klar ist nur, dass es insgesamt bei den 110 Optionskommunen bleiben wird.

Wie sehen Sie das selbst ?

Müller Sportlich. Auch wenn wir nicht optieren können, glaube ich, dass die Arge-Arbeit gut fortgesetzt werden kann. Die Zusammenarbeit zwischen Arbeits- und Sozialverwaltung hat in den letzten fünf Jahren problemlos funktioniert. In den Büros ebenso wie in der Trägerversammlung.

Quelle: RP
 
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