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Hamminkeln
Kahlschlag an A 3: Straßen NRW soll in den Rat kommen

Hamminkeln. Die radikale Auslichtung der Autobahnböschung in Ringenberg hat nicht nur Protest bei den Anwohnern ausgelöst, die unter anderem den Wegfall von lärmschützendem Bewuchs beklagen (RP berichtete). Der Ärger hat jetzt auch das Rathaus erreicht. Bürgermeister Bernd Romanski hat sich zusammen mit Landtagsabgeordnetem Norbert Meesters (SPD) den Ort der Zerstörung direkt am Siedlungsbereich Am Koppelgarten angeschaut. Folge: Der Verwaltungschef hat Straßen NRW angeschrieben und in den Rat eingeladen. Der Landesbetrieb kündigte an, jemanden zu schicken. Der Rat tagt am Donnerstag, 1. Dezember. Hier soll der Landesbetrieb Auskunft zum Sachverhalt geben - und sagen, warum weder Anwohner noch Stadtverwaltung informiert worden waren.

Meesters hat zudem gestern NRW-Verkehrsminister Michael Groschek in Sachen Rodungsarbeiten angeschrieben. "Ich bin erstaunt über das Ausmaß, das sieht ja wirklich übel aus. Das alles ist schwer nachvollziehbar", urteilte Romanski. Wenn eine Behörde radikal schneide, wie sie es getan habe, wäre vorherige Kommunikation immer gut. Wie berichtet, hatte Straßen NRW davon gesprochen, dass der Bewuchs nach vielen Jahren auf den Stock gesetzt, also hart heruntergeschnitten werde, und dann wieder ausschlagen könnte. Lediglich eine kleine Anzahl von Großstämmen war stehengeblieben.

(thh)
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