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Hamminkeln.
Katholiken bieten erstmals Briefwahl an

Hamminkeln.: Katholiken bieten erstmals Briefwahl an
Die Kirche in Mehrhoog ist eine der fünf Gemeinden von Maria Frieden, in der ein neuer Pfarrgemeinderat gewählt wird. FOTO: Klaus Nikolei
Hamminkeln.. In Hamminkeln starten Wahlen zum Pfarreirat und zu den Gemeindeausschüssen im November: Mehr als 9.000 Berechtigte ab 14 können abstimmen und bekommen jetzt Post ins Haus. Von Thomas Hesse

Nach der Wahl ist vor der Wahl in den katholischen Pfarreien Hamminkelns. Denn in einigen Tagen erhalten alle katholischen Haushalte in der Stadt Post von der Pfarrei Maria Frieden. Es geht um die Pfarreiratswahlen im November. "Erstmals findet sie bei uns als allgemeine Briefwahl statt. So wie in einigen wenigen Pfarreien im Bistum Münster, die sich für diese neu angebotene Option entschieden haben", heißt es bei den Organisatoren. Allgemeine Briefwahl bedeutet praktisch: Alle Katholiken erhalten die Wahlunterlagen nach Hause und brauchen nicht erst am Wahlsonntag ins "Wahllokal" im Pfarrheim zu gehen, um ihre Stimme abzugeben.

Wahltage sind 11./12. November. Dann werden der Pfarreirat von Maria Frieden sowie die Ausschüsse in den fünf Gemeinden der einzelnen Kirchorte für die nächsten vier Jahre per Wahl demokratisch neu bestimmt. Alle katholischen Gemeindemitglieder ab 14 Jahren sind zur Wahl aufgerufen, insgesamt über 9.000 Berechtigte. Die Wahlunterlagen kommen auf dem Postweg nach Hause. Mit der Maßnahme soll auch die meist recht schwache Beteiligung erhöht und eine breitere Stimmenbasis erreicht werden. So gesehen setzt die erstmalige Briefwahl auch ein demokratisches Zeichen.

Neben Pfarreirat und Gemeindeausschüssen besteht ein drittes Gremium: der Kirchenvorstand. Er wird regelmäßig im Dreijahres-Rhythmus gewählt - die Hälfte der Mitglieder scheidet aus. In der Gesamtpfarrei sind 16 Mitglieder in diesem Gremium tätig. Der Kirchenvorstand entscheidet - auch aufgrund staatlicher Vorgaben - über die finanziellen Angelegenheiten der Pfarrei. Hier werden die Personalfragen etwa in den katholischen Kindergärten ebenso beraten wie alle Fragen rund um die kirchlichen Liegenschaften.

Der Pfarreirat berät Gemeinschaftsprojekte und die pastoralen Notwendigkeiten. Wie berichtet ist der Pastoralplan nächstes konkretes Ziel. Das Projekt soll die Aufgaben und das Selbstverständnis von kirchlichem Wirken in der Stadt beschreiben. Das zweite Standbein sind die Gemeindeausschüsse unmittelbar vor Ort in Dingden, Hamminkeln, Loikum, Mehrhoog und Ringenberg. Darin vertreten sind auch die vielen Ehrenamtlichen. Sie sind für Aktivitäten um den dörflichen Kirchturm herum verantwortlich. Das reicht von der Vorbereitung von Gottesdiensten, Andachten oder geselligen Veranstaltungen über die Caritasarbeit bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit. Zudem geht es um Wallfahrten, Prozessionen, Andachten, das Pfarrfest oder die Vielfältigkeit in der Gruppen und Verbände.

Ralf Lamers ist Pfarrer in Maria Frieden. FOTO: ema
Quelle: RP
 
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