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Wesel
Kein Tag ohne Lesen!

Wesel: Kein Tag ohne Lesen!
Diese und noch viele andere Bücher mehr hat Rebecca in den vergangenen Jahren regelrecht verschlungen. Geschichten müssen für sie "spannend und auch lustig" sein. FOTO: Ekkehart Malz
Wesel. Rebecca Abeln (12), die diesjährige Siegerin des Vorlesewettbewerbs des Andreas-Vesalius-Gymnasiums, erzählt unter anderem, warum und was sie gerne liest. Aktuell ist ihr Favorit "Der mutigste Junge der Welt" von Nina Weger. Von Klaus Nikolei

Ein Tag ohne wenigstens ein paar Minuten zu schmökern ist für Rebecca Abeln kaum vorstellbar. Denn Lesen gehört zu den absoluten Lieblingsbeschäftigungen der zwölfjährigen Schülerin des Andreas-Vesalius-Gymnasiums (AVG). Kürzlich hat das Mädchen aus dem Weseler Hanseviertel den schulinternen Vorlesewettbewerb gewonnen, an dem alle Sechstklässler teilgenommen haben. Rebecca hatte so lebendig aus dem beliebten Kinderbuch von Sabine Ludwig mit dem Titel "Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft" vorgelesen, dass die mit Lehrerinnen und Redakteuren besetze Jury ihr die höchste Punktzahl gegeben hat.

Wer Rebecca eine Freude bereiten möchte, der schenkt ihr ein Buch. "Das war immer schon so", sagt ihre Mutter Annette Abeln. Sie und ihr Mann haben zweifelsohne den Grundstein für Rebeccas Leseslust gelegt, in dem sie der Tochter als Kind viel vorgelesen haben. "Vor allem abends vor dem Zubettgehen. Rebecca fand damals Bärengeschichten so toll", erinnert sich Annette Abeln. In den Jahren danach gehörten die Reihe "Das magische Baumhaus" , Paul Maars "Das Sams" und natürlich Harry Potter zu ihren Favoriten.

Die Schülerin geht häufiger in die Stadtbücherei und lässt sich inspirieren. FOTO: Malz, Ekkehart (ema)

Gefragt nach ihren aktuelle Lieblingsbüchern, muss die Sechstklässlerin nicht lange überlegen. "Ich habe gerade mit ,Der mutigste Junge der Welt' von Nina Weger angefangen. In dem Buch geht es um einen Jungen, der mit seiner verwitweten Mutter zur Oma zieht und irgendwie erfährt, dass sein Vater ein berühmter Artist gewesen sein muss." Das Buch, so sagt Rebecca, "ist spannend, irgendwie auch lustig und man fühlt mit Jungen". Genau das sind Geschichten, wie Rebecca sie besonders gerne mag.

Bei der Auswahl der Lektüre lässt sich die Schülerin gerne inspirieren. Deshalb geht sie mit ihrer Mutter besonders gerne zur Weseler Buchhandlung Korn. "Weil es dort so ausgefallene und schöne Bücher gibt wie beispielsweise ,Detektivbüro Lasse Maja'", sagt Rebecca. Öfter ist sie aber auch in der Stadtbücherei zu finden, wo sie sich vor allem immer kurz vor den Ferien mit Lesestoff eindeckt. Nicht selten trifft sie dort auch Freundinnen. "Wir tauschen uns aus und empfehlen uns gegenseitig Bücher." Rebecca verschenkt auch gerne mal zu Geburtstagen Bücher, die sie selbst toll findet. So wie beispielsweise "Nennt mich nicht Ismael". Der Jugendroman erzählt die Geschichte eines 14-Jährigen, der wegen seines Namens gemobbt wird. Erst als er sich mit einem neuen und redegewandten Mitschüler anfreundet, verbessert sich seine Situation, so dass er am Ende seinen Namen richtig mag.

Wer so viel und so gerne liest wie Rebecca, der ist oft auch gut in Deutsch. Und er schreibt auch gerne Aufsätze. "Stimmt", sagt sie. "Ich habe schon in der Grundschule Geschichten, die wir im Unterricht verfasst haben, zu Hause weitergeschrieben. Das hat mir immer Freude bereitet." Der Gedanke, dass sie später einmal selbst ein Buch schreiben und als Autorin erfolgreich sein könnte, gefällt ihr. "Oder aber, ich werde Schauspielerin", sagt sie und lächelt dabei. Texte richtig betonen, na ja, das kann sie ja jetzt schon prima.

Quelle: RP
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