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Kreis Wesel
Kochtopfjäger unterwegs in der Wildnis

Fotos: ProSieben-Show "Wild Island": Die Kandidaten
Fotos: ProSieben-Show "Wild Island": Die Kandidaten FOTO: Prosieben
Kreis Wesel. Gregor Owsianowski aus Moers hat bei der Survival-Sendung "Wild Island" auf der Insel Gibraleón vor Panama mitgemacht. Durch die Fernsehserie ist er dankbarer und bescheidener geworden. Von Tanja Karrasch

Gregor Owsianowski hat einen Stachelrochen mit einem Speer erlegt, ein Schwein mit einem Messer, und auch als ein Mitstreiter einen Pelikan fängt, ist der ausgebildete Jäger gefragt. Ohne den Moerser wäre das Magenknurren auf der Insel Gibraleón vor Panama noch lauter gewesen.

Gemeinsam mit 14 Fremden hat Owsianowski in der ProSieben-Sendung "Wild Island" versucht, vier Wochen auf einer einsamen Insel zu leben. Trotz türkisem Wasser und kilometerlangem weißen Sandstrand wollte keine rechte Inselromantik aufkommen, denn von Smartphones, Strom und All Inclusive konnten die Bewohner nur nachts auf ihren stacheligen Palmwedeln träumen, während Mücken sie zerstachen.

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Die siebte und letzte Folge der Sendung lief in der Nacht von Samstag auf Sonntag: Die Abenteurer sind aber schon längst zurück in der Zivilisation. Für Gregor Owsianowski bedeutet das: ein Bauernhof in Moers. Hier ist er aufgewachsen und auf das Gymnasium an den Filder Benden gegangen, anschließend hat er Jura in Köln studiert. Als "klassischer Kochtopfjäger" schmeißt er zuhause Selbsterlegtes auf den Profigrill. Im Camp kam ihm dieses Hobby zugute. Zur Vorbereitung habe er außerdem "gegessen wie ein Scheunendrescher".

Den 29-Jährigen faszinierte das Konzept der neuen Show. Die Sendung sei authentisch und zeige echte Menschen von heute beim Kampf ums Überleben, sagt er. Und dazu gehört nun mal auch die Nahrungssuche. Von Kokosnüssen allein wurde der Hunger der Abenteurer nicht gestillt. Da schien es fast wie ein Geschenk des Himmels, als ein schwarzes Schwein fröhlich grunzend in das Zeltlager spazierte und sich über die Essensabfälle hermachte. Und auch in der letzten Folge gab es einen Jagderfolg: Mit einer selbstgebastelten Angel hat Gregor einen blauen Riesenfisch gefangen.

An Tag 28 dann der ersehnte Funkspruch: Das Experiment ist beendet. Mit einem Boot holte die Crew die Abenteurer von der Insel. Die Waage verrät: Gregor hat zehn Kilo abgenommen.

Kritik an der Sendung gab es vor allem vonseiten der Tierrechtsorganisation Peta, die dem Sender Töten zur Unterhaltung vorwarf. Darauf antwortete der Sender: "Die Abenteurer entscheiden frei, wie sie leben und was sie essen. Und ob sie jagen. Das mag in Zeiten, in denen sich viele Menschen von Tiefkühlkost ernähren, den ein oder anderen verstören." Unter dem Hashtag #StopWildIsland entbrannte auch bei Twitter eine Diskussion.

Gregor Owsianowski bereut die Teilnahme nicht. Die Zeit auf der Insel hat Spuren hinterlassen: "Ich bin dankbarer geworden für das, was ich habe. Ein großes Stück bescheidener, selbstsicherer und selbstbewusster. Gleichsam ist mir bewusst geworden, dass man sich immer auf sein Bauchgefühl verlassen muss." Besonders gefreut habe er sich über den gemütlichen Gang zum Kühlschrank: "Die größte Herausforderung auf der Insel waren der Hunger und die Sandfliegen. Darüber erhaben nur noch das soziale Miteinander."

Alle Folgen gibt es online unter www.prosieben.de/tv/wild-island.

Quelle: RP
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