| 00.00 Uhr

Wesel
Königin stand noch nie im Mittelpunkt

Wesel. Eine Woche vor dem Weseler Schützenfest darf wieder gerätselt werden, welche Dame für den König auserkoren ist. Von Fritz Schubert

Anderswo werden schon mal Königsaspiranten knapp, in Wesel steht indes traditionell vor dem Fest des Bürger-Schützen-Vereins schon eine ganze Menge fest. Ausgeguckt sind nicht allein die Thronpaare, auch die Königin steht schon parat. Das erspart manchen Stress. Denn so bleiben Rückzieher ausgeschlossen. Und die Garderobe ist auch längst besorgt. Im Grunde wird nur noch ein stattlicher König gesucht. Das passiert bekanntlich am Samstag, 3. September, wenn das Schießen ab 15.30 Uhr An de Tent in seine entscheidende Phase tritt. Das Rätselraten, wer die neue Königin ist, ist auch Tradition. Es dürfte heute beim Preisschießen und morgen bei der Kartenausgabe seine Höhepunkte erleben. Für Futter sorgt wie immer ein nebulöses Porträt:

Die neue Majestät darf sich Weselanerin nennen, denn sie stammt aus einer alteingesessenen Familie. In der hat das Schützenwesen vereinsübergreifend Tradition. Hauptaugenmerk liegt natürlich bei den städtischen Bürger-Schützen, deren Brauchtum die Königin seit Kindertagen begleitet. In der Einheit ihres Vaters, der in Wesel allerlei besiegelte, hat die künftige Regentin auch ihren Mann kennengelernt. Beide haben eine verheiratete Tochter, sind aber noch nicht Großeltern.

Beruflich hat die Königin zunächst mit Lebensmitteln zu tun gehabt. Heute bestimmen Textilien ihr Arbeitsleben. Sie liest gern, liebt außerdem den Garten und ausgiebige Spaziergänge mit dem Hund. Urlaub verbringt die Königin am liebsten am Meer. Berge sind nicht ihr Ding, von denen hat sie nach etlichen Reisen mit den Eltern heute die Nase voll.

Dass sie Königin wird, steht schon fast ein Jahr fest. Als Jürgen van der Kuil, Vizepräsident und damit Königinnenmacher, sie damals fragte, war sie geplättet. Zwei schlaflose Nächte und einige Gespräche in der Familie später hat sie sich dann auf das Abenteuer eingelassen. Aufregend wird es auf jeden Fall für sie, denn im Mittelpunkt hat sie noch nie gestanden.

Die Roben für die großen Auftritte: Inthronisation in einem teerosenfarbenen Kleid; Parade im grauen Jäckchenkleid mit grau-schwarzem Hut; Nachfeier in einem rot-schwarzen Kleid.

Die neuen Regenten des Bürger-Schützen-Vereins werden von folgenden Thronpaaren begleitet: Susanne und Conny Reinhard (1. Kompanie), Annette Wigger und Wolfdietrich Degler (2. Kompanie), Raffaela und Ulf Wüstefeld (3. Kompanie), Melanie Spatz und Christopher Hüfken (4. Kompanie), Cäcilie und Michael Dörschlag (Reiterzug). Ehrendame ist traditionell die Königin des Vorjahres, Birgitta Kempkes, die mit ihrem Mann Günter den Thron komplettiert.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Wesel: Königin stand noch nie im Mittelpunkt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.