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Kommentar: Unsere Woche
Kombibad gehört an den Rhein

Wesel. Im jüngsten Haupt- und Finanzausschuss entbrannte - in dieser Form so nicht vorhersehbar - eine hitzige Diskussion über den möglichen Standort des angedachten Kombibades. Nachdem die Bezirksregierung grünes Licht für die Traumlage am Rhein gegeben hatte, hätten eigentlich alle rundum zufrieden sein können, ein dickes Problem war gelöst. Doch die kleinen Parteien entpuppten sich als wortgewaltige Bedenkträger. Beispielsweise, so hieß es, sollten nun Gutachter feststellen, ob ein Kombibad auch am Auesee oder auf dem Areal des maroden, gut erreichbaren Heubergbades sinnvoll sein könnte. Gut, dass SPD und CDU sich einig sind, dass nur am Rhein ein Bad mit atemberaubendem Blick entstehen kann, das den Bedürfnissen der Weseler entspricht und Tagesgäste lockt. Denn noch ist es so, dass es Weseler ins Bahia nach Bocholt oder ins Atlantis nach Dorsten zieht. Dass zu einem Kombibad am Rhein ein Bus fahren muss, ist selbstverständlich.

Natürlich stellt sich die Frage, wie ein mehrere Millionen Euro teures Kombibad zu finanzieren ist. Allein mit Fördergeldern kann ein solches Projekt nicht geschultert werden. Investoren müssen wohl mit ins Boot genommen werden. Die gibt es. Man muss sie nur überzeugen.

Wenn sich bei der Machbarkeitsstudie, die die Stadtwerke nun in Auftrag geben wird, herausstellt, dass ein Kombibad am Rhein nicht zu finanzieren ist, wäre immer noch Zeit genug, nach Alternativen zu suchen. Jetzt jedenfalls muss mit Zuversicht und Entschlossenheit an dem großen Traum festgehalten werden. Diese Chance muss Wesel, das eine starke Stadt-Marke werden will, nutzen.

Quelle: RP
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