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Unsere Woche
Kommunikation massiv gestört

Wesel. Man kann den vielen Helfern, ob Profis oder Freiwillige, gar nicht genug danken für ihren Einsatz im Kampf gegen den drohenden Bruch des Isseldeiches. Zum Teil bis an den Rand der Erschöpfung haben sie unzählige Sandsäcke gefüllt beziehungsweise die Deiche gesichert und Keller ausgepumpt. Doch die Gefahr ist noch immer nicht gebannt. Neue Starkregenfälle könnten zu einer Situation führen, die man sich lieber nicht vorstellen möchte.

Ein dickes Lob gebührt auch Bürgermeister Bernd Romanski, der sich als beherzter Krisenmanager präsentiert und dabei wichtige und richtige Entscheidungen getroffen hat. Stichworte: bewusste Deichdurchstiche, Wasserableitung in den Weikensee. Angemessen ist auch seine Kritik am Krisenstab, der wichtige Infos viel zu spät oder auch fehlerhaft kommuniziert und damit für mächtig Wirrwarr gesorgt hat.

Sobald die Gefahr für Leib und Leben entlang der Issel vollständig gebannt ist, wird es eine Manöverkritik geben müssen. Dann sind alle Verantwortlichen aufgefordert, offen darüber reden, wie es zu den massiven Kommunikationsstörungen kommen konnte. Anschließend müssen Strategien entwickelt oder modifiziert werden, um ähnliche Fehler künftig zu vermeiden. Denn wer kann schon vorhersagen, wann im Kreis Wesel der nächste Katastrophenfall ausgerufen werden muss.

klaus.nikolei@rheinische-post.de

Quelle: RP
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