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Hamminkeln
Konflikt um Ringenberger Baugebiet

Hamminkeln. Zwischen Bürgermeister Bernd Romanski und der CDU-Fraktion funkt es immer mal wieder. Auch wenn der Verwaltungschef meint, eine gute Problemlösung vorzuweisen. Im Rat hatte er gerade eine Variante für die Bebauung Schüllemorgen in Ringenberg nahe der Autobahn präsentiert. Eigentlich mit mehreren neuen Häusern kein großes Ding, aber für das um jedes Baugrundstück besonders für junge Familien ringende Dorf ein Thema. Baurechtlich hätte am Schüllemorgen nur ein Haus entstehen können, so war es zunächst geplant. Nach dem Verkauf eines Grundstücks im vorderen Teil, hatte der neue Besitzer einen Bauantrag gestellt, der eine Erschließung der hinteren Grundstücke unmöglich gemacht hätte. Durch Verhandlungen bis kurz vor der Ratssitzung wurden zusätzliche Baumöglichkeiten vereinbart - und ein fünf Meter breiter Streifen "gerettet", der den Zugang zu weiteren Baugrundstücken frei hält.

Enttäuscht zeigte sich der Ringenberger CDU-Ratsherr Matthias Holtkamp. Er vermisste Ausdauer bei den Verhandlungen. Es hätten dort acht Häuser entstehen können. Romanski wies das mit einer gewissen Verärgerung zurück: "Hätten wir nicht gesprochen, wäre nur ein Haus entstanden." Die Option durch die Zufahrt halte die weitere Erschließung offen. Holtkamp erntete viel Kritik der anderen Fraktionen. Bemerkenswert, dass auch der wohl künftige CDU-Fraktionschef Dieter Wigger dem Verwaltungschef beisprang: "So haben wir zumindest die Tür offen gehalten." Bei zwei Enthaltungen wurde der Bebauungsplan Schüllemorgen angenommen.

(thh)
 
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