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Kommentar: Unsere Woche
Konzentration aufs Wesentliche

Wesel. Irgendwie ist es doch verrückt: Kaum müssen die Kinder wieder in die Schule, da wird es tropisch in unseren Breiten. Die an diesem Wochenende stattfindenden Veranstaltungen versprechen schweißtreibend zu werden. Und das sind nicht wenige. Stadt oder Land: Nach den Ferien wird lokal überall noch mal richtig aufgedreht. Waren wir überregional gerade so schön von der Fußball-Europameisterschaft über die Tour de France und die Olympischen Spiele zur neuen Bundesliga-Saison gedriftet, so wird uns parallel vor der Haustür so einiges abverlangt.

Musik-Festivals hier, Einweihungen da, Genuss-Meilen dort - und die für Wesel dicksten Sachen kommen noch. Da geht es vom Fest der Bürger-Schützen fast nahtlos Richtung Kulturnacht und Hansefest mit großem Brimborium zum Stadtjubiläum, das ohnehin den Jahreskalender beherrscht. Da stellt sich die Frage, was wesentlich ist. Politisch wäre da einiges zu nennen, das aber noch ferienhaft ruht: der Etat 2017 etwa oder die Zukunft der Bäder-Landschaft. Unterdessen schleicht sich ein Thema ein, das vergleichsweise unspektakulär zu sein scheint, es aber nicht ist.

Die Entwicklung der Marke Wesel hat entscheidende Bedeutung. Was jetzt angeschoben wird, muss schließlich Bestand haben, damit es in den Köpfen verankert werden kann. Ziel sind zwar die Köpfe der Auswärtigen. Doch Wir-Gefühl muss die Grundlage sein, um selbstbewusst die Marke zu befeuern. Deshalb ist es richtig, zunächst die Weseler mitzunehmen auf dem Weg zur Wesel-Liebe. Sie sind die besten Botschafter ihrer Stadt.

Quelle: RP
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