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Schermbeck
Kosten für Biomüllgefäße sollen gesenkt werden

Schermbeck. Knapp zwei Jahre nach dem Beschluss zur Einführung einer Biotonne muss die Satzung überarbeitet werden. Die Gebührenkalkulation für die Abfallbeseitigung macht eine Überarbeitung erforderlich. Der Haupt- und Finanzausschuss wird sich am 8. September (16 Uhr) mit der Gebührenkalkulation für das Jahr 2017 befassen.

Die Einführung einer Biotonne war am 18. März 2014 für das Jahr 2015 beschlossen worden. Am 24. September 2014 wurde eine Gebührenkalkulation erstellt. Diese ging von einer verursachergerechten Gebührenerhebung aus, bei der die Kosten zu 100 Prozent auf die Anschlussnehmer umgelegt werden. Die Kosten betrugen für ein 120-Liter Gefäß 58,80 Euro und für ein 240-Liter-Gefäß 117,60 Euro.

Als auf der Basis einer neuen Gebührenbedarfsberechnung die Kosten für beide Gefäße um 100 Prozent stiegen, ging die Zahl der georderten Biomüllgefäße 2016 von 951 auf 823 zurück. Um einen höheren Anschlussgrad zu erreichen, könnte die Gemeinde die Bürger verpflichten, eine Biotonne zu ordern. Die Verwaltung spricht sich gegen eine solche Möglichkeit aus und begründet ihre Ablehnung mit der Möglichkeit, im ländlichen Bereich Bioabfälle selbst zu kompostieren.

Die Gemeinde überlegt nun, ob die Kosten für die Biomüllgefäße reduziert werden können, indem man die Restmüllgebühr erhöht. Der Satzungsvorschlag der Verwaltung für eine solche Querfinanzierung sieht vor, die Gebühr für die Biomülltonne zu reduzieren. Danach würde bei einem 120-Liter-Behälter bei 14-tägiger Entsorgung im Jahr 60 Euro Gebühren entstehen (240 Liter: 120 Euro). Um die Kostenreduzierung finanzieren zu können, sieht die Satzung eine Erhöhung der Gebühren für Restmüll vor. Die 14-tägige Entleerung eines 40-Liter-Restmüllgefäßes würden um 5,40 Euro auf 125,40 Euro steigen. Im selben Verhältnis würden die Kosten für alle anderen Gefäßgrößen steigen.

Sollte der Haupt- und Finanzausschuss grünes Licht für die neue Satzung geben, dann liegt die Entscheidung beim Gemeinderat.

(hs)
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