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Kreis Wesel
Kreis leidet erst ab 2017 unter dem RWE-Aktien-Desaster

Kreis Wesel. Kämmerer Karl Borkes: "Belastung für die Zukunft."

Die Streichung der RWE-Dividende wirkt sich in diesem Jahr noch nicht auf den Haushalt des Kreises Wesel aus. Denn 2016 wird hier jene Million Euro verbucht, die im vergangenen Jahr eingenommen worden war. Dies erklärte gestern Kämmerer Karl Borkes im RP-Gespräch mit dem Hinweis, dass die Entwicklung beim Essener Versorger 2017 sehr wohl Auswirkungen zeigen wird.

Hintergrund: Von noch 1,06 Millionen RWE-Aktien im Besitz des Kreises liegen eine Million Stück im Eigenbetrieb, der die Dividende erst jetzt an den allgemeinen Haushalt ausschüttet, wo der vergleichsweise kleine Rest des Pakets geparkt ist. Damit war bei der Etataufstellung gerechnet worden. Somit wirkt sich die Unternehmensentscheidung 2015 auch nicht auf die Kreisumlage aus, die von den 13 Kommunen aufgebracht werden muss.

Fürs kommende Jahr hatte Borkes bereits mit 50 Cent je Aktie kalkuliert, daraus wird nun ein Verlust von 500.000 Euro. "Es ist also eine Belastung für die Zukunft", sagte Borkes. Von einst mehr als drei Millionen RWE-Aktien hat der Kreis 2007 und 2008 die meisten verkauft und sehr gute Erlöse erzielt. Teils mehr als 90 Euro das Stück. Gestern lag der Kurs bei zehn bis elf Euro. Die damals umstrittene Verkaufsentscheidung war also goldrichtig.

(fws)
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