| 00.00 Uhr

Kreis Wesel
Kreis-SPD kritisiert Sparideen der Jamaica-Koalition scharf

Kreis Wesel. Der Vorsitzende der SPD im Kreis Wesel, René Schneider, sieht das Bündnis aus CDU, Grünen und FDP/VWG mit ihrer Haushaltspolitik auf einem fatalen Irrweg. "Hier werden Strukturen dauerhaft zerstört, ohne dass damit das erklärte Ziel einer stabilen Kreisumlage auch nur annähernd erreicht werden könnte", meint Schneider.

Mehr als 11 Millionen Euro müssten eingespart werden, um die Kreisumlage einzufrieren. Gerade einmal 2,2 Millionen stünden derzeit auf der "Liste der Grausamkeiten", die diskutiert werde. "Zur Wahrheit gehört deshalb schon heute: Die Kreisumlage wird am Ende steigen, nur dass wir um viele kulturelle, soziale und ökologische Errungenschaften, die den Kreis Wesel ausmachen, ärmer sind", befürchtet der SPD-Vorsitzende Schneider.

Erschreckend findet er, dass der CDU-Fraktionsvorsitzende Frank Berger sogar damit rechne, wenn er sagt, dass das Bündnis nicht wisse, ob man das Ziel erreiche. "Wenn ich vom positiven Gesamteffekt nicht überzeugt bin, lasse ich es besser bleiben und denke noch einmal genauer darüber nach, welchen Flurschaden meine Beschlüsse anrichten", meint Schneider. Die Burghofbühne, die Schwangerschaftskonfliktberatungen oder den Ehrenpreis "Kinderfreundlicher Kreis Wesel" könne man nur ein Mal kaputt sparen. "Danach wird's dunkel im Kreis Wesel", so Schneider.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kreis Wesel: Kreis-SPD kritisiert Sparideen der Jamaica-Koalition scharf


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.