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Niederrhein
Kreise Wesel und Viersen gründen Bioabfallverband

Niederrhein. Langfristige Zusammenarbeit am Standort Asdonkshof.

Die Kreise Wesel und Viersen planen eine gemeinsame Verwertung der Bioabfälle, um die Kosten für die Biotonne zu senken und wollen hierzu den Bioabfallverband Niederrhein (BAVN) gründen. Den ersten Schritt auf dem Weg zu dem Zweckverband tat nun der Ausschuss für Bauen und Abfallwirtschaft des Kreises Wesel mit einem einstimmigen Votum.

Im Kreis Viersen fallen jährlich rund 35.000 Tonnen Bioabfälle und im Kreis Wesel rund 30.000 Tonnen an. Die Kreise verfolgen eine langfristige Zusammenarbeit am Standort Asdonkshof (Kamp-Lintfort) in einer Bioabfallverwertungsanlage unter Nutzung des anfallenden Biogases und der stofflichen Verwertung des Fertigkompostes.

Helmut Czichy, Vorstandsmitglied für den Bereich Abfallwirtschaft beim Kreis Wesel, ist von dem Plan überzeugt: "Nach den bisher vorgenommenen Untersuchungen können mit den größeren gemeinsamen Abfallmengen die Kosten der Kreise für die Verwertung der Bioabfälle in Zukunft gesenkt werden. Berechnungen zeigen, dass sich eine gemeinsame Behandlung der Bioabfälle am Asdonkshof unter Nutzung des Energieinhaltes der Bioabfälle finanziell lohnt." Darüber hinaus biete Asdonkshof den Vorteil, bestehende Anlagenteile wie die zentrale Eingangserfassung und die Anlage zur Stromeinspeisung mit zu nutzen, so dass fixe Standort- und Betriebskosten gesenkt werden könnten, so Czichy.

Die Zusammenarbeit wird auch durch Landesvorgaben gestützt. Denn der kürzlich beschlossene Abfallwirtschaftsplan empfiehlt Kreisen und kreisfreien Städten generell interkommunale Kooperationen sowie den Einsatz der Vergärungstechnologie zur ökologischen Nutzung des Biogases mit anschließender Kompostherstellung. Heinz-Peter Kamps (CDU) dankte der Verwaltung für gute Vorarbeit und sah die Kreise auf einem "guten Weg". Nach entsprechender Beratung in den Kreistagen ist im Herbst die Gründungsversammlung vorgesehen. Der Zweckverband wird dann über die Planung einer Verwertungsanlage entscheiden, die Anfang 2021 in Betrieb gehen könnte.

Quelle: RP
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