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Kreis Wesel
Kreisjahrbuch ist ein Dauerbrenner

Kreis Wesel: Kreisjahrbuch ist ein Dauerbrenner
Überwältigend schön ist der Baumbestand im Arboretum Grenzenlust in Hamminkeln. FOTO: NN
Kreis Wesel. Pünktlich zum Start der Weihnachtseinkäufe gibt es ein neues Kaleidoskop mit Beiträgen aus dem ganzen Kreis Wesel. Von Fritz Schubert

"Es ist eins der erfolgreichsten Jahrbücher, die für Kreise herausgegeben werden", sagt Jutta Nagels vom Mercator-Verlag und weiß auch warum: "Es liegt an der interessanten Zusammenstellung der Beiträge." Und die hat Tradition. Auch die 37. Ausgabe des Jahrbuchs für den Kreis Wesel lebt vom bunten Mix der Themen sowie vom Gestern und vom Heute. Neben dem unverzichtbaren Klassiker "Aus dem Kreis Wesel" gibt es die Rubriken Geschichte, Natur und Umwelt, Volkskunde, Kunst und Denkmalpflege sowie Gedichte und Erzählungen. 39 schreibende Frauen und Männer haben dazu beigetragen. Herausgekommen sind gut 250 Seiten, durchgehend in Farbe. 5000 Exemplare zu je 10,90 Euro sind ab jetzt im Handel. Weil's ein ideales Weihnachtsgeschenk ist, dürfte der Bestand flott schwinden. Von der letzten Ausgabe für 2015 sind nur noch 40 Stück da, sagte Mercator-Geschäftsführer Frank Wohlfahrt. Sammler können übrigens auch frühere Jahrgänge noch finden, denn Mercator hat mit dem Klever Boss-Verlag jetzt auch dessen bedrucktes Erbe übernommen. So präsentierte Verlagsleiterin Nagels gestern einen Band von 1980.

Landrat Dr. Ansgar Müller strich bei der Vorstellung des Bandes für 2016 im Weseler Kreishaus die Mühen alle Beteiligten heraus. Exemplarisch verwies er unter anderem auf das Team Dr. Wilhelm Busch, Dieter Dünnhaupt und Manfred Fiedler, das ein Jahr mit akribischer Feldforschung für den Beitrag "300 Jahre Gut Grenzenlust in Hamminkeln" gearbeitet hat. Das Gut ist besonders für seine Bäume bekannt.

Als Alpen mal ein Luftkurort war ... FOTO: RP

Niels Ebling und Heinrich Gundlach klappen ein spezielles Kapitel zur kommunalen Neuordnung von 1975 auf, indem sie die Geschichte des Kreissportbundes erzählen. Jürgen Knorr blickt zurück auf 25 Jahre Bürgerfunk. Mit "Moers auf Schienen" befasst sich Andreas Rüdig und mit dem Schrein des heiligen Viktor in Xanten Tobias Schrörs. "Das Hiesfelder Rouleer und seine geheimnisvolle Burg" heißt ein Beitrag von Ingo Tenberg. An "Die Rheinverlagerung bei Rheinberg" erinnert Rolf Leistner. Helmut Scheffler erklärt, wie man "Per Mausklick zu den Kulturgütern des Kreises Wesel" kommt, während Heinz Ingensiep in "Hightech und Logistik im Schatten der Öltanks" ganz aktuell die Veränderungen in Bucholtwelmen beleuchtet.

Schönheiten kommen nicht zu kurz. So bringt Diethelm Rönisch die Fenster der Christuskirche in Wesel-Flüren nahe. Jürgen Danielzik berichtet über Offenlandbiotope in Naturschutzgebieten. Und Dieter Schauenberg widmet sich dem Luftkurort Alpen. Schon 1906 könnte Alpen als solcher anerkannt gewesen sein, wie Poststempel nahelegen. Anfang der 70er Jahre wurde ein erneutes Anerkennungsverfahren nicht weiter verfolgt, weil die Kriterien wohl nicht zu schaffen waren.

Quelle: RP
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