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Wesel
Krematoriumsbau in Birten: Wesel hat keine Bedenken

Wesel. Dass ein Investor in Birten den Bau eines Krematoriums plant, verunsichert vor allem die Menschen im knapp vier Kilometer entfernten Ginderich. Dort, wie natürlich auch in Birten, wächst die Angst vor Emissionen. Angefeuert werde die Diskussion nach Angaben von Wesels CDU-Fraktionschef Jürgen Linz durch Ärzte und Apotheker in Xanten, die in Leserbriefen vor gesundheitlichen Problemen warnen.

Gestern Abend hat sich auch der Weseler Stadtentwicklungsausschuss mit dem Thema befasst. Fachbereichsleiter Martin Prior stellte klar, dass bei dem Bau des ersten Krematoriums in den Kreisen Wesel und Kleve alle Vorschriften eingehalten würden. Auch habe man als Stadt keinerlei Einfluss auf Entscheidungen, die in Xanten gefällt würden.

SPD-Fraktionschef Ludger Hovest kann die Panikmache auf der linken Rheinseite nicht verstehen. "Viele Menschen wünschen sich, nach ihrem Tod verbrannt zu werden. Die Politik kann sich nicht dagegen sträuben." Und wer behaupte, dass in Birten gegen Vorschriften verstoßen werde, der handele fahrlässig. "Diese Diskussion muss aufhören. Als ob da Dampfwolken kämen." Ähnlich äußerte sich auch Friedrich Eifert (FDP). "Die Gindericher können nicht das eine - also nach dem Tod verbrannt werden - wollen und das andere - den Krematoriumsbau - ausschließen. Das geht einfach nicht."

(kwn)
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