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Schermbeck
Kritik an Gentechnik und Massentierhaltung

Schermbeck: Kritik an Gentechnik und Massentierhaltung
Mitglieder der KLJB Schermbeck (Mitte) zogen den Erntekranz vor der Volksbank in die Höhe. Zur musikalischen Gestaltung der Feier trugen auch die Blaskapelle "Einklang" (r.) und der Männergesangverein "Eintracht" (l.) bei. FOTO: Scheffler
Schermbeck. Vor der Volksbank auf der Mittelstraße wurde am Freitag der Erntekranz hochgezogen. Von Helmut Scheffler

Auf dem Platz vor der Volksbank fand am Freitagabend die vom Heimat- und Geschichtsverein gemeinsam mit dem Gemeindemarketingverein "Wir sind Schermbeck" geleitete Erntedankfeier statt.

An der Filiale der Niederrheinischen Sparkasse Rhein-Lippe gegenüber der Ludgeruskirche versammelten sich die Schermbecker Tambouristen sowie Mitglieder der Katholischen Landjugendbewegung, die in der Uefter Gärtnerei Baumeister einen großen Strohkranz gebunden und mit Maiskolben und Sonnenblumen geschmückt hatten. Von dort zogen die Musiker und die Jugendlichen über die für den motorisierten Verkehr gesperrte Mittelstraße zur Volksbank, wo der Heimat- und Geschichtsvereinsvorsitzende Rolf Blankenagel die Besucher und die teilnehmenden Vereine begrüßte.

Die Landjugend zog den bunt geschmückten Kranz ebenso in luftige Höhe wie den Ring der Zunftzeichen und Wappen, die der Schermbecker Bildschnitzer Willi Wehmeyer zur Verfügung stellte.

Für die musikalische Untermalung sorgten nicht nur die Tambouristen, sondern auch die von Bastian Striewe geleitete Blaskapelle "Einklang" und der Männergesangverein "Eintracht", der durch vier Sänger des MGV Gahlen-Dorf verstärkt wurde.

Die Festansprache übernahm der Heimat- und Geschichtsvereinsvorsitzende Rolf Blankenagel. Nach einer kurzen Betrachtung des Kirchenliedes "Wir pflügen und wir streuen" befasste sich Blankenagel mit der Gegenwart als einer Zeit des Überflusses, mit globalen Märkten und reich gedeckten Tischen. "Frische Lebensmittel sind heute zu fast jeder Tages-, Nacht- und Jahreszeit verfügbar", stellte Blankenagel fest. Die Preise seien inzwischen so gesunken, dass man an den Haltungsbedingungen zweifeln müsse. "Die Verbraucher machen sich Sorge", so Blankenagel, "dass die intensive Landwirtschaft unsere Umwelt schädigt. Und sie weisen uns auf ungeklärte Fragen im Zusammenhang mit dem Anbau genmanipulierter Pflanzen hin." Uns allen müsse daran gelegen sein, dass Lebensmittel so erzeugt würden, dass sie "den Belangen von Mensch, Tier und Umwelt gerecht" würden.

"Es ist schon eine verkehrte Welt, in der wir leben", fuhr Blankenagel fort, "eine Welt, in der die Entsorgung einer Tonne Müll teurer ist, als eine Tonne besten Brotgetreides kostet. Möge dieser Wahnsinn ein Ende haben und wir wieder zu einer nachhaltigen ökologischen Landwirtschaft zurückkommen."

Quelle: RP
 
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