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Hamminkeln
Kurz, aber heftig trifft ein Unwetter Lankern

Hamminkeln. Umgeknickte Bäume, Blitzeinschlag in Scheune und Stromausfall nach einer Fallbö.

Kaum war das Unwetter da, war es auch schon wieder weg. Nach Wahrnehmung von Hamminkelns Ordnungsdezernent Robert Graaf dauerte es am Mittwochabend nur wenige Minuten. Die brachten nicht nur neun Millimeter Niederschlag, sondern vor allem einen heftigen Sturm, der im Raum einiges durcheinanderwirbelte. Am Ende zählte die Feuerwehr sieben Einsätze. "Ganz normal und beinahe entspannt" nannte Wehrchef Konrad Deckers gestern im Gespräch mit der RP die Arbeit rund um die Schäden.

Unter anderem waren zwei Bäume am Bahnhof Dingden auf die Strecke des "Bocholters" gestürzt. Zudem war ein Strommast abgeknickt worden, was Auswirkungen auf die Schranken hatte. Die Polizei musste die Übergänge der beiden Straßen Zum Bildstock/Lankernbrok und Poterey sichern. In Lankern schlug der Blitz in eine Scheune ein. Die Folgen blieben überschaubar. Deckers berichtete, die Wehr habe nur etwas nachgelöscht.

Für mehr Aufregung, auch unter den Rettungskräften, sorgten Meldungen, es habe sich um eine Windhose gehandelt. Den Eindruck hatten jedenfalls Anwohner gehabt. Ein Meteorologe vermutete indes eine Fallbö, einen sogenannten Downburst. Malte Witt vom Deutschen Wetterdienst in Essen, konnte auf Radarbildern keine Auffälligkeiten erkennen, die auf eine Windhose hindeuten. Eher hätten sich beim Zusammentreffen von fallender kalter Luft auf warme Luftmassen Abwinde gebildet. Dabei stürze kalte Luft förmlich nach unten. Wenn so ein Vorhang aus einer Wolke heraushänge, sehe das für Laien wie eine Windhose aus.

(fws/rpo)
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