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Wesel
Längst vergessene Obstbäume für die Feldmark

Wesel. Der Bauverein pflanzt Apfelbäume an der Friedrich-Geselschap-Straße, um das Wohnumfeld langfristig zu verbessern.

Wissen Sie, was Geheimrat Dr. Oldenburg, Kaiser Wilhelm und die Rheinische Schafsnase gemein haben? Es gibt sie alle schon längst nicht mehr im Supermarkt zu kaufen, es sind alles altdeutsche Apfelarten und ein Baum jeder Sorte steht von nun an auf der Wiese zwischen den Häusern 2 und 8 der Friedrich-Geselschap-Straße in der Feldmark.

Gut 15 .000 Euro hat sich der Weseler Bauverein - der Gesellschaftler der dortigen Mehrfamilienhäuser - das Projekt kosten lassen. Unter dem Titel "Weseler Obstwiese" ließen die Damen und Herren einen Obstlehrpfad anlegen und pflanzten zum Start des Projekts sieben verschiedene Bäumchen ein. Neben den schon genannten alten Obstbaumsorten waren darunter auch eine Süßkirsche, ein italienischer Pflaumenbaum, eine Apfelquitte und eine Mispel, ein sogenanntes Rosengewächs.

In dieser Woche folgte dann die Einweihung mitsamt Fruchttörtchen, crunchy Apfelchips und Obstler. Und natürlich durfte auch der obligatorische Spatenstich nicht fehlen. So ließen es sich Bauverein-Vorstand Anett Leuchtmann, Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, Heinz-Georg Oberender von der ASG und Ratsmitglied Volker Haubitz nicht nehmen, die Schüppe zu schwingen und den ersten Baum selbst mit Erde zu bedecken. Bürgermeisterin Westkamp zeigt sich begeistert: "Früher war es üblich, in Siedlungen Obstbäume vorzufinden. Heute ist das etwas in Vergessenheit geraten. Deswegen ist die Eröffnung der Weseler Obstwiesen ein ungewöhnliches Projekt und ein besonderes Ereignis. Ich bin gespannt, was daraus wird." Auch Leuchtmann freut sich auf die neue Bepflanzung: "Wir wollen unseren Mietern ein schönes Zuhause bieten. Im Frühling können sie nun die Blütenpracht und die wunderbaren Düfte erleben, im Sommer hier und da mal naschen, im Herbst die Farbenpracht genießen und sich im Winter auf den Frühling freuen."

Besonders wichtig für das Gelingen des Projekts soll die Mitarbeit der Mieter werden. Sie können sich als sogenannte Baumpaten engagieren und die Verantwortung für einen speziellen Baum übernehmen. Wer in einem der angrenzenden Häuser wohnt und daran Interesse hat, kann sich beim Bauverein Wesel melden.

Die Streuobstwiese an der Friedrich-Geselschap-Straße soll nicht die einzige bleiben. Auch an der Heinrich-Bernts-Straße, an der Koppersmühle und der Ackerstraße sollen in den kommenden drei Jahren solche Wiesen entstehen.

(göt)
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