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Wesel
Lagerleben in der Feldmark

Wesel. Knoten binden, Fahrrad flicken, Kerzen ziehen: Der Pfadfinderstamm Herz-Jesu feierte sein 50-jähriges Bestehen mit Schaulager und Workshops an der Herz-Jesu-Kirche. 30 Ehemalige fanden den Weg nach Wesel. Von Michaela Bastian

"50 Jahre geh‘n ins Land, die Feldmark hat Jubiläum. [...] Wir sind wirklich ziemlich stolz auf die wunderschönen Jahre. Rohes Fleisch, gehacktes Holz, Feldmark ist das einzig Wahre." – Mit diesem Jubiläumslied feierte die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) das 50-jährige Bestehen des Stammes Herz-Jesu mit verschiedenen Aktionen. "Kommen, Anschauen, Mitmachen", lautete das Motto am Samstag, dem "Tag des offenen Lagers". 45 Pfadis hatten an der Herz-Jesu-Kirche standesgemäß ihre Zelte aufgeschlagen. Jeder Besucher durfte Lagerluft schnuppern und an Workshops teilnehmen. In der Mitte des Zeltkreises konnten die Kinder am Lagerfeuer Stockbrot grillen und quatschen.

Gruppenleiter Sebastian Kleinsmann zeigte, wie man ein Fahrrad repariert, denn: "Das ist ein altbekanntes Problem. Egal, ob zu Hause oder auf Touren mit der Gruppe – Fahrräder gehen immer einmal kaputt." Der Beweis: Das Demonstrationsobjekt stammte von einem Mitglied, das kurz zuvor einen Platten hatte. Jungpfadfinderin Leonie (12) versuchte sich daran, den geflickten Schlauch wieder aufs Rad zu bekommen. Mit Hilfe von Sebastian klappte das schon ganz prima.

Wachs in Orangenhälfte

Am Spielplatz des Herz-Jesu-Kindergartens duftete es gut. Dort wurde jedoch nicht etwa gekocht, sondern Kerzen selbst gemacht. Lisa (13) erklärte: "Wir haben hier Orangen, die geteilt und ausgepresst werden. Dann nehmen wir eine normale Kerze, schmelzen sie in einem Topf und gießen das flüssige Wachs in eine der Orangenhälften. Noch ein Docht rein, und fertig ist die Kerze." Wer dazu keine Lust hatte, konnte sich bemalen lassen, die Murmeltechnik oder das Knotenbinden lernen, auf der Hüpfburg spielen oder ein Quiz machen.

"Siedlung" als erster Schritt

"Der Tag des offenen Lagers sollte der Gemeinde zeigen, was bei uns los ist", sagte Stammesleiter Thomas Fenneken. "Angefangen haben wir hier als so genannte Siedlung." Damals hätten Leiter anderer Stämme Gruppenstunden in der Feldmark gegeben. Als sich dann genügend Mitglieder gefunden hatten, fand 1957 die Stammgründung in Herz-Jesu statt (RP berichtete).

Am internen Ehemaligentreffen nahmen am Freitagabend etwa 30 Personen teil. Einige waren aus Köln oder Münster angereist. "Alle haben sich sehr gut amüsiert und über alte Zeiten gelacht. Teilweise hatten sie sich seit über zehn Jahren nicht mehr gesehen", berichtete Thomas Fenneken.

Quelle: RP
 
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