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Hamminkeln
Laschet gibt der CDU-Kandidatin Schub

Hamminkeln. Hamminkelns Christdemokraten zeigen Geschlossenheit bei Unterstützung für Bannert-Schlabes. Von Thomas Hesse

In der kurzen Zeit bis zum Wahltag am 13. September geben die Kandidaten im Hamminkelner Rennen ums Bürgermeisteramt alles und fahren auch gerne Prominenz auf. Am Dienstag hatte die CDU den Landes- und Fraktionsvorsitzenden Armin Laschet im Bürgerhaus zu Gast. Er half, Geschlossenheit für Kandidatin Roswitha Bannert-Schlabes zu demonstrieren, und ermunterte zu Kampfbereitschaft. Schließlich will die Partei möglichst viele Bürgermeisterposten erobern - erst recht in der CDU-Keimzelle Hamminkeln.

Unter dem Motto "Starke Familien, gute Bildung, zukunftsfeste Arbeit" skizzierte Laschet, was die CDU für das Land und für die Kommunen tut und wo sie die Regierung kritisiert. Nach Begrüßung durch CDU-Vorsitzenden Norbert Neß und einem Grußwort von Bannert-Schlabes sprach Laschet. Das Schlusswort übernahm Heinz Breuer (Senioren-Union). Der hatte zuvor für Lacher gesorgt, als er den originalen Taktstock des Weseler Marschkönigs Hermann-Josef Blankenburg weiterreichte, damit das Vesalia Blasorchester das weltweit gespielte "Mein Regiment" stilgerecht intonieren konnte.

Bannert-Schlabes nutzte die Chance, die Partei einzuschwören. Neß hatte schon zuvor gesagt, dass es besonders auf die Wahlbeteiligung ankomme, jedes Mitglied solle Unentschlossene und Wahlmüde animieren, für die CDU zu stimmen. Die Kandidatin betonte, sie werde Familien stärken, um Zuzug zu sichern. Es gehe um Wohnraum, gute Bildung und sichere Arbeit sowie den Zusammenhalt der Generationen. Ebenso gehe es um Verkehrsinfrastruktur in der Stadt. Beim Flüchtlingsandrang brauche Hamminkeln Hilfe, vor allem vom Land. Großer Beifall gab ihr Recht.

Laschet fand deshalb gut, dass Bannert-Schlabes als Bürgermeisterin die Flüchtlingsproblematik zur "Chefinnensache" machen will. "Das unterscheidet sie von der Ministerpräsidentin. Es fehlt im Land ein Unterbringungskonzept, der Druck für die Kommunen ist unerträglich", sagte er. In Bayern werde 100 Prozent pro Flüchtling erstattet, in NRW 22 Prozent. Laschet fürchtet, dass die "Willkommenskultur zerbrechen kann, wenn die Frage der Unterbringung die Kommunen dauerhaft überlastet". NRW könne zudem mehr - Stichworte schnelles Internet, weniger Unterrichtsausfall, nicht abgerufene Bundesgelder für Straßen- und Brückenbau -, lande aber in Statistiken fast immer auf hinteren Plätzen. In seine Rede baute er auch Marienthal ein, einst Denkfabrik der CDU-Führung und bundesweit bekanntgeworden als Ort, an dem die Partei ihren Frieden mit dem heutigen Bundespräsidenten Joachim Gauck machte.

Quelle: RP
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