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Niederrhein
Laut, bunt und weithin leuchtend

Niederrhein: Laut, bunt und weithin leuchtend
FOTO: Christoph Reichwein
Niederrhein. Das Ruhrorter Hafenfest bietet vom 18. bis zum 21. August wieder jede Menge kurzweilige Unterhaltung mit Überraschungen und Neuerungen. Aber auch der Klassiker, das Feuerwerk, fehlt in Duisburg nicht. Von Olaf Reifegerste

Ein Jahr vor dem großen Jubiläum "25 Jahre Ruhrorter Hafenfest 2018" läuft sich der veranstaltende Hafenfestverein mit der diesjährigen Ausgabe (vom 18. bis zum 21. August) schon einmal warm. Viel Bewährtes ist darunter, aber auch Neues. Vorstandsvorsitzender Walter Pavenstedt gab jetzt bekannt, dass in diesem Jahr auf einen Schirmherrn verzichtet werden muss. Der dafür Vorgesehene - einen Namen nannte er nicht - hätte kurzfristig absagen müssen. Dafür sei das Musikprogramm auf der großen Bühne auf dem Richard-Hindorf-Platz aber umso opulenter, stellte Vorstandsmitglied Dr. Bernhard Weber klar. "Das war finanziell zwar nicht ganz einfach hinzubekommen, aber jetzt steht das Programm." Am Freitag vor dem Höhenfeuerwerk "Ruhrort in Flammen" tritt die englische Band "Spirit of Smokie" auf. Dabei steht kein geringerer als der Sohn des legendären Smokie-Sängers Alan Barton als Frontmann der sechsköpfigen Gruppe auf der Bühne. Am Samstag seien "Deluxe - The Radioband" das Highlight. Die erfolgreiche Partyband aus dem Herzen Nordrhein-Westfalens tritt mit acht bis neun Musikern auf, darunter vier Sänger. Einen ganz anderen Stil vertritt dagegen das "Anklung Ruhr Orchester" am Sonntag, indem es Wohlklang aus Bambus versprüht.

Was in den Vorjahren immer als kleine Bühne auf dem Gustav-Sander-Platz vor der Schifferbörse gehandelt wurde, wird dieses Jahr zum Musikpavillon, der von der Frank Schwarz Gastro Group betreut wird. Hier kann auf einem dafür hergerichteten Tanzboden zu U 50-Musik getanzt werden. Gleichzeitig findet hier der Auftakt zum Hafenfest statt: am Freitag um 16.30 Uhr zunächst mit einem internationalen ökumenischen Schiffergottesdienst und um 17 Uhr dann mit der offiziellen Eröffnung.

"Doch was wäre ein Hafenfest ohne Schiffe?", fragt Vereinsmitglied Mario Adams. Und so präsentierte er eine lange Liste von historischen Dampfschiffen aus den Niederlanden, die es zu sehen geben wird, und über 20 Passagier- und Kreuzfahrtliner, die als Konvoi das Höhenfeuerwerk begrüßen werden. Ein besonderes Augenmerk solle der Besucher auf das "Steam Ship George Stephenson" legen, riet er. Das 30 Meter lange Dampfschiff bestehe überwiegend aus Bootsteilen anderer Schiffe. "Seine Dampfpfeifen sind sehr musikalisch, können aber auch sehr laut sein", so Adams.

Erstmals in diesem Jahr werden viele Ruhrorter Hinterhöfe zu privaten Trödelmärkten. Mittlerweile sind es schon 23, die sich zum "Hinterhoftrödel" am Sonntag von 11 bis 17 Uhr öffnen. Ein Verzeichnis, wo sich diese Höfe befinden, steht auf der Homepage des Ruhrorter Hafenfestes.

Neu in diesem Jahr ist eine Veranstaltung am Samstag von 14 bis 18 Uhr im Hafenmund, die sich "Schwimmer ziehen Schiff" nennt. Vergleichbar den damaligen Saalwetten von "Wetten, dass ...?" werden Teams der Duisburger Schwimmvereine Amateur-Schwimm-Club Duisburg (ASCD) und Duisburger Schwimm- und Sportclub 09/20 (DSSC) versuchen, nur mit Muskelkraft ein Schiff über eine bestimmte Strecke zu ziehen. Ideengeber für diesen Wettkampf ist der Ruhrorter Bürgerverein, der sich wie im Vorjahr auch diesmal wieder auf der Tjalk "Gerda" am Leinpfad blicken lassen wird.

Das Kinderfest des Museums der Deutschen Binnenschifffahrt, die Hafenkirmes auf der Mühlenweide, das Lichtermeer und der Kunst- und Kulturmarkt auf dem Neumarkt, nicht zuletzt die über 20 Info- und Verkaufsstände auf der Hafenpromenade sowie Hafenrundfahrten und Besichtigungen vieler interessanter Orte in dem Duisburger Hafenstadtteil komplettieren das viertägige Programm.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf der Seite www.ruhrorter-hafenfest.de.

Quelle: RP
 
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