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Hamminkeln
Leader-Projekte von der Waldbühne bis zum Carsharing

Hamminkeln. Das von der Stadt ausgegebene Ziel, mit einer Bürgerbeteiligung das große Interesse Hamminkelns an den Leader-Projekten zu dokumentieren, wurde bei der Auftaktveranstaltung in Brünen erreicht. Rund 70 Interessierte kamen, um sich den Stand der Dinge anzuhören, gemeinsam Projektideen zu entwickeln und zu sagen, was die Bürger wünschen. Von Thomas Hesse

Insgesamt geht es in der Region Lippe-Issel-Niederrhein (Hamminkeln, Hünxe, Schermbeck, Voerde sowie Wesel-Ginderich und -Büderich) um 2,7 Millionen EU-Fördergeld. Leader ist ein EU-Förderprogramm für den ländlichen Raum, um das sich 44 Regionen aus NRW beworben haben, 22 davon erfolgreich. Dazu gibt es den zweiten Fördertopf des Landes namens "Dorfentwicklung". Thomas Michaelis von der Stadtverwaltung nannte die Hamminkelner Pläne. Die Nachbarschaftsberatung, ein früheres Projekt, wird beibehalten, soll aber in Richtung Quartiersmanagement für Wohnviertel ausgedehnt werden. Den zwei bestehenden Bürgerbuslinien sollen Verbindungen mit Hünxe und Schermbeck hinzugefügt werden. Klimaschutz ist ein Muss. Bemerkenswert ist die Idee, Elektroauto-Carsharing zu versuchen. Carsharing ist bisher im ländlichen Raum gescheitert, Hamminkeln könnte den Gegenbeweis antreten. Streuobstwiesen in Zusammenarbeit mit der Kelterei van Nahmen in Kombination mit Radtouren sind eine weitere Idee. In Dingden will der Dorfentwicklungsverein das alte Lehrerhaus renovieren und nutzen.

Tourismus ist immer ein regionales Thema. Wassererlebnistouren sind vorgesehen, die Drei-Flüsse-Route gibt es, aber Kern ist die Veranstaltungsarena in Marienthal, die überörtlich von den Nachbarn Schermbeck und Hünxe mitgenutzt werden könnte. Der Begriff "Waldbühne" kam auf. Ebenfalls auf der Liste steht der Wohnmobilstellplatz in Marienthal. Brünen soll mit Hilfe des rührigen Vereins Brüner für Brüner profitieren, der Pläne fürs Dorf schmiedet.

Was am Ende gefördert wird, muss sich zeigen. Denn die fünf Kommunen treten zwar als Region auf, konkurrieren aber auch miteinander und die Fördersumme für die Periode 2014 bis 2020 ist nicht üppig. Erstmals aber, das unterstrich Leader-Regionalmanagerin Kerstin Jendrek, wurden variable Fördersätze bis zu 65 Prozent der Investitionen eingeführt, und erstmals dürfen private Sponsoren einbezogen werden. Die können den Eigenanteil der klammen Kommunen entlasten. Erschwerend ist aber die Bürokratie, wenn man auch an den Landesfördertopf will. Dann ist ein komplett neuer Antrag nötig.

Quelle: RP
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